Samstag, 24. September 2011

Freitags-Füller, Textimpulse zum Ausfüllen

Der Freitag-Füller bei Barbara hat mir heute so gut gefallen, dass ich ihn noch mitnehme, obwohl es schon ganz kurz vor Mitternacht ist und damit eher Samstag! Kurz zu den Regeln: Impulse sind vorgegeben, meine Antworten in Fettschrift. Also los:



1. Ich glaube fest daran, dass ich morgen früh um spätestens 8 Uhr zum lernen am Computer sitze!
2. Das Buch "Feuer und Stein" kenne ich vor und zurück.
3. Backen ist super, aber wenn man ständig das Land wechselt, gibt es nie die Zutaten, die man gerade braucht! 
4. "Du, ich glaub ich hab zugenommen!" ist mir sowas von egal.
5. Der Papst inspirierte den Spiegel heute zu der total kreativen Überschrift "Der kleine Mann mit dem lustigen Hut".
6.  Nasse Haare auf dem Fahrrad sind doof an kühlen Herbstabenden.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein internationales Dinner mit meiner Austausch-Studenten-Mentorgruppe, von dem ich grad nach Hause komme, morgen habe ich den ganzen Morgen nur lernen (also nicht bloggen!) geplant und Sonntag möchte ich endlich mal eine schöne Ecke in Rotterdam entdecken!


Zum Schluss noch ein paar Erkenntnisse des heutigen Abends:

  • Wenn jeder so viel mitbringt, dass es für alle reicht, hat man zu viel zu Essen!
  • Wenn beim International Dinner Amerikaner dabei sind, gibt es immer Macaroni and Cheese.
  • Fahrrad Lampen halten gar nicht mehr gut, wenn sie mit Kreppband festgeklebt sind und es regnet.
  • Disney Songs zur Gitarre und gleichzeitig auf verschiedenen Sprachen singen hat Stil.
  • Man kann wirklich nicht damit rechnen, dass Marzipan nach Apfel schmeckt, nur weil es grün ist.
  • "Marzipan" besteht in Holland fast nur aus Zucker und schmeckt auch so.
  • Trotzdem lässt es sich erstaunlich gut mit einer Weinflasche zu einer Kuchendecke ausrollen.
Daumen hoch für Lillifee-Glitzerkuchenstifte!


So. Bett. 

Donnerstag, 22. September 2011

Der neue Biss-Trailer - Ohrfeigen für Edward!

Er ist da, er ist da! (Schon seit einer Woche, aber ich bin mal wieder spät dran.)
Der Extended Trailer zu Breaking Dawn sieht gut aus! Eigentlich steh ich ja nicht so drauf, wenn der Trailer schon die halbe Geschichte zeigt, aber da ich das Buch ja auswendig kenne, ist das dann auch egal.

Die Hochzeit sieht wirklich wunderschön verfilmt aus und Bella den Umständen entsprechend halbtot. Bin schon ganz gespannt, ich hoffe der Film wird besser als die ersten beiden (grottigen!) Teile und mindestens so gut wie der dritte. Allerdings sehe ich schon jetzt, dass ich mich wieder über genau die gleiche Sache aufregen werde wie immer: Robert Pattinson hat es nun unglaublicherweise tatsächlich drei Teile lang geschafft mit einem einzigen Gesichtsausdruck auszukommen! Wäre es nicht jetzt mal Zeit, verschiedenen Gefühlszuständen auch verschiedene Minenspiele angedeihen zu lassen? Wenn man sich einmal an Pattinsons Schönheit gewöhnt hat, zieht nämlich die "Ich runzle jetzt mal ganz konzentriert meine Stirn und der Zuschauer wird schon wissen ob das nun Angst, Erregung oder große Liebe bedeutet."-Masche nicht mehr. WACH AUF MAN! Kann mal jemand Edward ohrfeigen?!

Ps: Die Bettrahmenszene reisst es zugegebenermaßen ein wenig raus. Aber da sieht man sein Gesicht ja auch nicht.

Mittwoch, 21. September 2011

11.) Listen-Nr. 64: Die Dornenvögel von Colleen McCollough, 1977

Mein Lieblingszitat: "And half of him was busy being terifically proud of the fact that she shone all the other ladies down. Miss Carmichael had the patrician features, but lacked the special glory of the red-gold hair; Miss King had exquisite blond tresses, but lacked the lissome body; Miss Mackail was stunning of body but in the face very like a horse eating an apple through a wire-netting fence."

Dieses Buch habe ich größtenteils in meinem Zauberpark in der Sonne gelesen. Als ich zu oben geannter Stelle kam, bin ich laut (laut!) lachend herausgeplatzt. Der halbe Park hat sich zu mir umgedreht. War mir aber egal, ich war zu beschäftigt damit mir vorzustellen wie jemand aussieht, der ein Gesicht hat wie ein Pferd, dass einen Apfel durch einen Drahtzaun kaut. Die Autorin beweist hier einen Humor, von dem sie im Rest der Geschichte leider kaum Gebrauch macht. Tatsächlich zeichnet sich das Buch hauptsächlich durch seine Schwermütigkeit aus. Und dadurch, dass kaum wörtliche Rede benutzt wird. Das ändert sich allerdings ganz plötzlich im letzten Fünftel des Buches, als der Erzählstil sich von einem Moment auf den anderen radikal um 180 Grad dreht. Was war denn da los? Seltsam, tut dem Buch aber keinen Abbruch. Tatsächlich gefällt mir der letzte Teil eigentlich besser als der Rest.

Zur Story: 
Wir verfolgen die Geschichte der Familie Cleary zwischen den Jahren 1915 und 1969. In Irland geboren und nach Neuseeland ausgewandert, wo er in ärmlichen Verhältnissen mit seiner siebenköpfigen Familie eine Schaffarm betreibt, lebt Vater Cleary ein eintöniges aber einigermaßen glückliches Leben. Er führt seine Familie mit strenger, dabei liebevoller Hand und vergöttert seine Frau, die zwar nie lacht, sich jedoch auch nie beschwert und ein Geheimnis mit sich trägt... Als die Familie ein großes Anwesen in Australien erbt, geht es mit Sack und Pack nach Drogheda, mitten ins australische Outback. Hier sind die Konditionen zwar noch härter, es gibt Waldbrände, jede Menge Staub, Schwärme von Fliegen und manchmal jahrelang keinen Regen, aber die Familie passt sich an, arbeitet hart und beginnt das Land zu lieben.

Meine Meinung
Die Dornenvögel ist vordergründig zwar eine Familiensaga, eigentlich aber eine Liebeserklärung der australischen Autorin an ihr Land. Australiens Wildheit, seine Härte und Hitze, seine stoischen Jackaroos - all das ist mit einer hintergründigen Leidenschaft skizziert, die leider den Beziehungen der Charaktere zueinander fehlt. Das Buch ist in sieben Abschnitte aufgeteilt, die jeweils den Namen eines Familienmitgliedes tragen. Eigentlich geht es hingegen hauptsächlich um die drei  Frauen der Familie Cleary und deren verquere Beziehung zueinander. Denn einfach glücklich sein gibt es hier nicht, jeder hat irgendein Problem, dass ihm das Leben (und Lieben) schwer macht. Man bekommt so nach und nach das Gefühl, dass die Autorin nicht besonders viel Sympathie für ihre Charaktere aufbringen kann. Außerdem scheint sie mir eine ganz seltsame Ansicht zu haben, was Mutter-Kind Beziehungen angeht. Die Mütter in diesem Buch lieben ihre Söhne generell deutlich mehr als ihre Töchter und ehrlich gesagt fand ich, dass sich die Beziehung zwischen Müttern und Söhnen hier fast ein bisschen ungesund anhört. Aber die Geschichte geht damit seltsam selbstverständlich um, genauso wie mit zölibatbrechenden Priestern und erwachsenen Männern, die sich in sehr junge Mädchen verlieben. Die Autorin betrachtet diese Themen genauso stoisch, wie die Frauen, denen ständig das Herz gebrochen wird und die Männer, deren Farmen auf Jahre durch Waldbrände verwüstet werden. Die Fähigkeit, sich mit mit einem harten Schicksal abzufinden, ist die tragende Säule dieser Familiengeschichte und mir ein bisschen zu wenig.

Warum ich das Buch trotzdem wirklich gern gelesen habe, kann ich schwer sagen. Denn eigentlich  ist es ein 700 Seiten langer Anti-Klimax. Zweiter Weltkrieg? Paar Seiten, abgehakt. War nicht so groß in Australien. Hauptcharakter stirbt? Ein Absatz muss da genug sein und die Frauen, die ertragen das dann schon. Die Autorin hätte hier auch seitenweise Hauptfiguren killen können, Dramatik Fehlanzeige. Und trotzdem ist die Geschichte faszinierend, vielleicht gerade wegen dieses Mangels an Dramatik. Wegen diesen Cleary Frauen, ihrer Leidenschaft für Australien und ihrer besorgniserregenden Sicht auf Beziehungen ."I used to think having a daughter wasn't nearly as important as having sons, but I was wrong. I enjoy you, Meggie, in a way I can never enjoy my sons. A daughter's an equal. Sons aren't, you know. They're just defenseless dolls we set up to knock down at our leisure." Wenn man dieses Zitat liest, weiß man überhaupt nicht, wen man mehr bemitleiden soll: Söhne, Mütter oder Töchter. In ihre Geschichte wird man jedoch hineingezogen, ob man es will oder nicht. Und als ich mich dann an die Trockenheit, die staubige Dürre der Geschichte gewöhnt hatte wie die Clearys an Australien, hat die Autorin mich völlig aus der Bahn geworfen und einen Charakter erfunden, der so gar nicht zum Erzählstil passt, aber im Gedächtnis bleibt; Zauberhafte, rotzfreche, gutherzige, witzige Justine: Schade das du erst so spät im Buch geboren wirst!


Sonntag, 18. September 2011

[Blogliebling] Ist es falsch, Lord Voldemort scharf zu finden?

Wisst ihr noch, wie es sich angefühlt hat, das erste mal Harry Potter zu lesen? Wie ihr sehnsüchtig auf jeden neuen Band gewartet habt, gerätselt habt ob Harry das Ende überlebt? Vor ein paar Tagen habe ich einen grandiosen Blog gefunden und mir ist gerade aufgefallen, dass ich ihn dringend mit euch teilen sollte! 

"Is it wrong to think Voldemort's hot?" (via)


(Edit: Bevor Wonder einen Herzinfarkt bekommt: Krummbein heißt das Tier! BEIN. Nicht Schwanz. Hrrähm.)Wir schreiben das Jahr 2009, Jess ist Mitte 20 und hat noch kein einziges Harry Potter Buch gelesen. Zwei Jahre nachdem der siebte und letzte Band der Reihe herausgekommen ist, beschließt sie, jetzt nun aber doch mal damit anzufangen. Und sie lässt uns daran teilhaben. Ihr Blog http://thelastmuggle.com konnte sich innerhalb kürzester Zeit vor Lesern kaum noch retten und ist einer der spannendsten und witzigsten "Lernabhalter" (Ist ja schließlich noch nicht Klausurphase!), die ich in letzter Zeit gefunden habe. Jess schreibt grandios und sie lässt in ihre Posts immer mal wieder ein paar Voraussagen einfließen mit ihrer Meinung was in den nächsten Büchern passiert. Manchmal liegt sie damit richtig aber sie liegt auch oft dermaßen daneben, dass es eine wahre Freude ist! Dabei kombiniert sie eigentlich ziemlich gut. Schließlich ist es ja wahr, dass Harrys Feindglas immer losgeht, wenn Krummschwanz  in der Nähe  ist, also ist die Schlussfolgerung, dass Kummschwanz Lord Voldemort ist, doch gar nicht so weit hergeholt. :p Und auch ich war mir damals sicher, dass Ginny am Ende stirbt.


Neben einer starken Abneigung gegen den armen Dobby und einer kleinen Schwärmerei für Tom Riddle besitzt sie auch noch eine große Portion Humor und viel, viel Schreibtalent. Allen, die wie ich von Harry Potter eigentlich nie genug kriegen können und sich wünschten, sie könnten nochmal zum "Erstleser-Status" zurückkehren, sei dieser Blog wärmstens ans Herz gelegt! Ich wünsch euch einen tollen Sonntag!
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