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Dienstag, 30. Oktober 2012

Erntedankfest [MilagoesBerlin-Abschiedsparty]

Ha! Hab mir Internet von meinen Nachbarn geschnorrt. Jetzt sitze ich also in meinem frisch eingerichteten Wohnzimmer, an meinem frisch bei Ebay Kleinanzeigen geschnäppcheten Massivholz-Esstisch und genieße die zwei freien Tage, die mir bis zu meinem ersten Arbeitstag im neuen Job noch bleiben.

Und da dachte ich mir, zeig ich euch doch mal ein paar Bilder von meiner Abschiedsfeier in Rotterdam. Ich hatte ein paar Freunde aus Rotterdam eingeladen (also im Original eigentlich aus Italien, Südafrika, Deutschland, Griechenland, Schottland und allen Teilen Hollands) und ein paar Herbstschätze aufgedeckt. In den letzten beiden Jahren war ich, zuerst in Spanien und dann in den Niederlanden, jeweils zu einem kanadischen und einem amerikanischen Thanksgiving-Dinner eingeladen. Und weil ich jedes mal todtraurig war, dass wir dieses Fest in Deutschland nicht haben, habe ich kurzentschlossen das seit meiner Kindheit vergessene "Erntedankfest" wieder eingeführt. 


Ich lebe zwar jetzt in Berlin, aber in meinem Herzen bin ich ein fürchterliches Landei. Ich liebe alles, was irgendwie Farmhaus mäßig aussieht und hab dementsprechend den Tisch mit viel frischen bunten Blättern und rot-weißen Karos dekoriert. Da meine Großeltern einen Bauernhof ihr Eigen nennen, gab es als Hauptbestandteil des Essens, ganz nach Thanksgiving Tradition, einen großen gebratenen Vogel. Zufällig hatte mein Opa nämlich genau zu meinem Besuch ein paar Hühner schlachten lassen und eins davon durfte dann gleich mit mir im Zug nach Rotterdam fahren. Zwei Tage vorher noch putzmunter, zog das Riesenviech dann in meinen Kühlschrank ein um dort sage und schreibe 30 Stunden lang (!) abzutauen. Und wenn ich riesig sage, meine ich riesig. Wir sind mit 10 Leuten davon satt geworden. Dazu hat meine Oma mir frisch gepflückte Äpfel und Wallnüsse èn masse eingepackt. Als ich Rotterdam ankam, hatte ich ungefähr zwei Kilo Armmuskeln zugelegt.

Da ich seit ein paar Wochen stolze Besitzerin einer Saftpresse bin, wurden die Äpfel unter Zunahme von drei Packungen Karotten und Kiloweise Orangen zu Apfel-Orangen-Karottensaft verarbeitet. Der Saft ist so lecker, dass ich im Nachhinein leider immer nur noch den Geschmack im Kopf habe und vergesse was für eine abartige Sauerei die blöde Presse veranstaltet. Ein Großteil der Küche, meine Haare und das Küchenhandtuch das ich schlauerweise vor mein neues T-Shirt gebunden hatte waren hinterher ganz zauberhaft orange gesprenkelt. Außerdem werden aus ca. 15 Kilo Obst und Gemüse im Endeffekt ca 3 Liter Saft, was ja irgendwie nicht so ganz wirtschaftlich ist. Leider gibt es frischen Karottensaft nicht so leicht zu kaufen. Falls jemand einen Tip haben sollte (sowohl zum intelligenteren Bedienen einer Saftpresse als auch zu Karottensaft-Bezugsquellen) gerne her damit! Aus dem Rest der Äpfel habe ich ein Apple-Crumble gemacht. Geht super einfach, Äpfel klein schneiden, Haferflocken mit Butter, Zucker und Zimt mischen, drüber crumblen und ab in den Ofen.

Zum Vogel gab es traditionelle Thanksgiving Beilagen: Kürbis (Einfach mit Olivenöl, Kräutern und Knoblauch gemischt in den Ofen) und Rosenkohl (In Sahne gekocht mit Bacon). Dazu sehr amerikanisch eine riesige Portion "Stuffing", also traditionelle Truthahn Füllung. Ich hab mir aber von einem Amerikaner sagen lassen, dass das Risiko einer Salmonellen-Vergiftung deutlich zunimmt, wenn man den Vogel vorm Backen stopft ohne irgendeine Ahnung, was man da macht. Deswegen hab ich Vogel und Stuffing vorsichtshalber separat gemacht. Für das Stuffing habe ich ein klassisches Betty Crocker Rezept genommen: Zwiebeln, Sellerie und eine Packung Butter mit Salz, Pfeffer, Salbei (und ich hab noch Petersilie dazu getan) so lange köcheln lassen, bis die Zwiebeln gar sind, dann zwei Packungen Weißbrot in kleine Stücke reißen und darin schwenken. Mega einfach, megalecker.

Trotz einiger Skepsis habe ich den Rat meiner Oma befolgt und das Huhn einfach nur gepfeffert und gesalzen in den Ofen gepackt. "Das ist so fett, da musst du sonst nichts dran machen!". Recht hatte sie. (Haben Omas ja schließlich immer.) Hat tatsächlich gereicht und das erste Brathähnchen meines Lebens hat mich belehrt wie  schnell und einfach eigentlich so ein imposant aussehendes Huhn gekocht wird. 


Insgesamt ein wunderschöner Abend. Und ich hab mir vorgenommen, das Erntedankfest zu einer Herbst-Tradition bei uns zu machen! (Allerdings ohne frischgepressten Saft!) 

Ganz viele herbstliche Grüße aus Berlin (wo es heute Nacht unter Null hatte und deswegen den Namen "Herbst" wohl nicht mehr lange halten kann). Ich hoffe ihr habt jetzt alle Lust bekommen Erntedankfest/Thanksgiving zu feiern. Am besten in Berlin... Ich komme gerne zum Essen vorbei! 

Ps: Schon wieder ein Abschied von lieben Freunden. Ich hasse Abschiede!

Montag, 11. Juni 2012

Kaffeezeit! 1-Minuten Schokokuchen mit flüssigem Kern

Ihr Lieben, ich muss euch mal ganz fix zwischendurch einen Blog vorstellen, den ich zwar schon länger lese, von dem ich aber gerade das Mal ein Rezept ausprobiert habe. Beth postet auf ihrem Blog "budget bites" jeden Monat im Durchschnitt 10 neue Rezepte. Es hört sich immer alles super lecker an, aber da ich eben nach dem Essen sooo lust auf Kuchen und nichts im Haus hatte, habe ich dieses Rezept gerade nachgemacht. Es ist ein (in Amerika gerade furchtbar angesagter) "Tassenkuchen". Ich konnte mir eigentlich nicht vorstellen, dass das funktioniert, aber ich hab grad ein Paar Löffel Zeug zusammengerührt, einen Klops Erdnussbutter reinfallen lassen und nach einer Minute in der Mikrowelle wurde auf einmal ein Kuchen draus. Fand ich geil, wollt ich euch zeigen!

Hier das Rezept auf deutsch (und ein ganz klein bisschen geändert): (Alles gestrichene Esslöffel)
2 EL Mehl
2 EL Backkakao (also der ungezuckerte)
1 1/2 EL Zucker
1/4 EL Backpulver
eine Prise Salz
1 EL Öl
2 EL Milch
je 1/2 EL Erdnussbutter und Nutella (ein großer Esslöffel und NICHT gestrichen!)

Alle Zutaten außer dem Kern in einer Tasse zusammenrühren, so dass es ein cremiger Teig wird, dann den Erdnussbutter/Nuttelkern reinplopsen lassen und ein bisschen nach unten matschen drücken, eine Minute in die Mikrowelle: Voilá - Ein Kuchen! (Konnt´s selbst kaum glauben!)
Guten Appetit!

Ähm - Der Kuchen war schon weg als ich dran gedacht hab, ein Bild zu machen...aber dafür wollte ich euch eh noch den neuen Starbucks in Amsterdam zeigen. Das Konzept wird gerade in Europa getestet,  die Filiale in Amsterdam Amsterdam ist die erste mit diesem Design. Ich LIEBE die nostalgischen Elemente und die BÜCHER!!! (Ich bin ein ziemlich großer Starbucks Fan! Wenn man sich zu zweit ein großes Getränk bestellt (hust), sind die Preise auch ganz moderat.)

Der neue Starbucks Concept-Store (The bank, Amsterdam) via
Ps: Einen anderen Lieblingsblog von mir, die Liebesbotschaft von Joanna, hab ich euch ja schonmal vorgestellt. Im Moment gibt es dort ein Hammer Gewinnspiel! Ihr solltet also spätestens jetzt mal dort vorbeischauen!

Samstag, 18. Februar 2012

Das Geheimnis, wie Muffins fluffig werden!


Mal kurz außerliterarisch zwischendurch, weil ich mich so freue: Ich hab endlich das Geheimnis gefunden, wie Muffins nicht patschig und kompakt werden, sondern außen knusprig und innen fluffig. Dabei war ich schon kurz vorm Aufgeben! Falls ihr das Problem kennt, ist hier kurz und schmerzlos die Lösung:

2 Schalen nehmen
die trockenen Zutaten (Mehl, Zucker, usw.) in die eine Schale
die feuchten Zutaten (Milch, Butter, etc.) in die andere.
Jede Schüssel für sich gut durchrühren
und dann die Inhalte beider Schüsseln vorsichtig zusammenrühren, mit einem Kochlöffel oder Teigschaber, aber so, dass die Mischung noch Klumpen hat! Es müssen noch einige Spuren trockenes Mehl drin sein. Außen knusprig sind die Muffins bei mir geworden, weil ich Rohrzucker genommen hab, allerdings sieht das etwas verbrannt aus.


Folgendes Rezept habe ich ausprobiert (Die Himbeer-Mandel Version. Zum NIEDERKNIEN!!) Das Rezept  hab ich übrigens hier gefunden.

Zutaten Grundteig

225 g Mehl 
2 TL Backpulver
1/4 TL Backsoda
1/4 TL Salz
125 g Zucker
125 Butter, geschmolzen und leicht abgekuehlt
1/2 Tasse (125 ml) Milch (Zimmertemperatur)
1/2 Tasse Creme Fraiche oder Saure Sahne (Zimmertemperatur)
2 Ei und 1 Eigelb (Zimmertemperatur)

+ Geschmackrichtung

Zutaten von den Listen auswaehlen, auf den Teig streuen und vorsichtig unterheben. Der Teig soll weiterhin Klumpen haben, nicht zu lange ruehren!

Gewuerze (1 bis 2 davon waehlen)

Mandelextrakt - 1/4 TL 
Zimt - 1/4 TL 
Kokosflocken - 3/8 Tassen
Ingwer - 1/4 TL (kandiert oder gemahlen)
Zitronenschale, gerieben - 1 TL
Orangenschale, gerieben - 1 TL
Vanilleextrakt - 1/2 TL

Fruechte & Schokolade (1 oder 2 davon waehlen, insgesamt 3/4 Tasse)

Aprikosenhaelften, frisch oder eingemacht, trockengetupft und grob gehackt
Bananen, in feinen Scheiben
Blaubeeren, frisch oder gefroren (unaufgetaut)
Cranberries, frisch oder gefroren (unaufgetaut)
Granny Smith oder Boskoop Aepfel, geschaelt und grob gehackt
Pfirsiche, gob gehackt
Birnen, ungeschaelt, grob gehackt
Ananas, frisch oder eingemacht, trocken getupft und grob gehackt
Himbeeren, frisch oder gefroren (unaufgetaut)
Schokoladenplaetzchen oder -raspel

Nuesse nach Belieben, 1 Sorte, bis zu 3/8 Tasse

Pecans, grob gehackt, in einer trockenen Pfanne oder im Ofen leicht geroestet
Mandelblaettchen, geroestet
Walnuesse, grob gehackt, geroestet
Haselnuesse, grob gehackt, geroestet

-> 30-35 Min. in der Ofenmitte bei 180 Grad. 



Guten Appetit! 

Sonntag, 27. November 2011

Thanksgiving - Deutschland du verpasst was!

Wie der eine oder andere wohl mittlerweile mitbekommen hat, studiere ich in den Niederlanden und das mit einer extrem internationalen Truppe. Dieses Jahr, am Freitag um genau zu sein, war ich nun zu einem echten, amerikanischen Thanksgiving Dinner eingeladen. (Echt deshalb, weil ein Amerikaner der Gastgeber war.) Nun ist Thanksgiving eigentlich an einem Donnerstag, aber wir sind ja alle Studenten und müssen an Wochentagen strikt früh raus. Warn Witz, keine Ahnung warum´s am Freitag war, passte wohl besser. Jedenfalls ging das ganze schon Montags los, als riesige Berge Zutaten auf dem Markt besorgt wurden. Der gute Andrew hatte ganz optimistisch 35 Leute zum Dinner eingeladen, in der Annahme dass, wie das bei den sonstigen Parties so ist, die Hälfte der Leute anderweitig beschäftigt ist. Nicht diesmal. Wie alle gastfreundlichen Menschen wissen und Andrew etwas verdutzt feststellen musste, "kommen anscheinend alle, wenn man für sie kocht." Ja Andrew, man lernt dazu. Andrews Mama war ein wenig besorgt. Das erste Thanksgiving Dinner dass der Sohnemann eigenhändig zubereitet und dann für 35 Leute?! Aber Andrew hatte Hilfe. Seine Küchenfeen aus England, Spanien, Holland und Deutschland (ja, ich.) kamen bewaffnet mit Töpfen, Schalen, Kuchenformen, Messern und allem was man eben so braucht, am Donnerstag Mittag angezupppelt und die Orgie konnte beginnen. Mein lieber Scholli, schon mal für 35 Leute gekocht? Für alle die neugierig sind: Es dauert 5 Stunden um mit 6 Mädels 10 Kuchen zu backen, 5 Kilo Kartoffeln zu schälen, 4 Kürbisse zu zerlegen, 4 Packungen Wackelpudding zu kochen, 5 Packungen Toast für die Truthahnfüllung auseinanderzureißen... und eine Reihe anderer Dinge zu erledigen, die zu erledigen sind um ein Thanksgiving Dinner strikt nach Oma Fords Rezept zuzubereiten. 

Horst (so taufte man ihn vor der Marinade), der extra georderte, 20 Kilo schwere (!) Truthahn, duftete über die ganze Straße als ich am Freitag pünktlich drei Stunden vor Dinnerbeginn am Ort des Geschehens auftauchte. Ein leicht hektischer Andrew und ein großes Chaos erwarteten mich, aber wie durch ein Wunder konnten wir tatsächlich alle Gäste halbwegs pünktlich mit einem GRANDIOSEN Thanksgiving Dinner empfangen. Ein riesigier, krosser Truthahn, butterzarter Kürbis, Töpfe voller Bohnen und Mais, schalenweise Kartoffelbrei, Apfelkuchen, Kirschkuchen, Kürbiskuchen, Birnenkuchen, Brownies, Eiskrem, Kiloweise Wackelpudding, Schalen voller Früchte und Nüsse, Kastanien, frisches Brot mit Dip... und 35 hungrige Studenten. Es ist ein Wunder für sich, dass etwas, dass tagelange Vorbereitung braucht, innerhalb einer Stunde einfach verschwinden kann. Komplett abgegrast, wie eine Heuschreckenplage. Und soooo lecker!

Thanksgiving ist ein Fest der Freude, dass man mit der Familie, mit Freunden, eben mit allen die man liebhat feiert. Es geht nicht um Geschenke, es geht um Dankbarkeit, für die Nahrung die uns gegeben ist. Und Andrew, mit Leib und Seele Geschichtsstudent und ein großer Geschichtenerzähler, sprang auf einen Stuhl und erzählte 35 Nicht-Amerikanern die Geschichte von Thanksgiving. Als nämlich seine Pilgerväter im Jahr 1621 ohne Nahrung und irgendeine Ahnung der einheimischen Naturverhältnisse an der Küste von Massachusetts strandeten und um ein Haar alle verhungert wären, bekamen sie unerwartete Hilfe: die einheimischen Indianer brachten Ihnen die Saat und Aufzucht der einheimischen Gemüse bei und lehrten sie die Farmerei. Aus Dankbarkeit und zum Zeichen der Freundschaft wurde ein dreitägiges Fest gefeiert, bei dem die überaus erfolgreiche erste Ernte verzehrt wurde. Die europäische Geschichte ist ja nun nicht ganz so gelaufen, aber auch bei uns gibt es das Erntedankfest, von dem ich allerdings seit Kindergartenzeiten nie mehr viel mitbekommen habe. Warum eigentlich? Warum lässt Deutschland sich die Chance auf ein Familienfest mit Freunden und wunderbarem Essen entgehen? Ich weiss jedenfalls, was es bei mir im nächsten November zu essen gibt. Für Inspiration gibt es hier das Rezept für ein Thanksgiving Dinner aus dem "White House Cook Book" aus dem Jahr 1887. Viel Spaß :)


Sonntag, 2. Oktober 2011

Cupcakes - wir sehen geil aus, wir dürfen das!

Es ist in der letzten Woche ziemlich ruhig geworden hier im Blog, das habt ihr vielleicht gemerkt. Da ich mich gerade mit einer wirklich nervigen Sehnenscheidenentzündung in beiden Handgelenken rumärgere und der Arzt mir eigentlich schon vor Monaten Computerverbot erteilt hat, habe ich mich in der letzten Woche mal lieber mehr aufs Lesen als aufs Bloggen konzentriert. Meine Masterkurse hier in Holland schlagen nämlich grad mit Hausaufgaben um sich und da ich dafür sowieso schon mehr als genug vor dem Computer sitze, tat mir diese Auszeit mal ganz gut. Jetzt bin ich aber wieder da.

Und es ist auch nicht so, dass ich im Moment meine Liste nicht verfolge! Nach einem klitzekleinen Ausrutscher in den vierten Twilight Band - Nachdem ich den Trailer gesehen hatte, musste ich noch mal kurz was nachlesen und bin dann irgendwie hängen geblieben - bin ich nun wieder voll für mein 100Bücher-Projekt da. Und ich tue grad etwas, was ich sonst nie mache: Ich lese mehrere Bücher parallel. Da ich normalerweise meine Bücher in höchstens 3 Tagen am Stück durchlese, bestand dafür bis jetzt noch nie die Notwendigkeit. Aber dann kam Tolstoy... Schon mal versucht, "Krieg und Frieden" am Stück zu lesen?! Naja, dazu gibts aber - irgendwann - dann noch eine Rezension. Ich finde, ich bin mit 200 Seiten in zwei Monaten gar nicht so schlecht dabei. :p

Ich habe neben dem Studium erstaunlicherweise auch noch genug Zeit zum lesen, das hätte ich vorher gar nicht erwartet. Prokrastination ist hier das Zauberwort! Also habe ich den ganzen Freitag bei diesem tollen Wetter im  Park verbracht und atemlos meinen ersten Stephen King verschlungen. Da ich aber aus Versehen die "Extended Version" mit 500 Seiten mehr bestellt habe, werdet ihr auf diese Rezension auch noch ein bisschen warten müssen. Vor allem weil ich neben dem Lesen grad noch ein anderes Hobby gefunden hab: Backen! Meine "Marzipan"torten-Kreation aus 90% purem Zucker gab es ja schon in einem der letzten Postings zu sehen. Gestern habe ich dann das erste mal in meinem Leben Cupcakes gemacht! Weil ich die immer so gern anguck, habe ich gar nicht daran gedacht, dass ich Buttercreme ekelig finde. Als ich dann aber rausgefunden habe, dass die in allen Rezepten steht, hatte ich das Muffin-Blech und den ganzen Schnickschnack schon gekauft... Tjaaa, ich bin dann zwar auf ein Baileys-Schokoladen Topping ausgewichen, aber es war immer noch gruselig süß. Nicht so mein Geschmack, aber das Auge isst ja mit. Und ganz ehrlich, da haben die Cupcakes auch echt Glück gehabt, dass der Mensch so ein visuelles Tier ist - wer tut sich denn sonst eine derartige Sauerei an? Nicht nur, dass die Küche ein Schlachtfeld war - Ich habe Schokolade hinter meinen Ohren gefunden! Falls irgendjemand ein Rezept für ein leckeres Topping hat, das NICHT aus Buttercreme besteht und nicht so süß ist, dass einem die Augenwinkel zucken: Her damit!


Samstag, 24. September 2011

Freitags-Füller, Textimpulse zum Ausfüllen

Der Freitag-Füller bei Barbara hat mir heute so gut gefallen, dass ich ihn noch mitnehme, obwohl es schon ganz kurz vor Mitternacht ist und damit eher Samstag! Kurz zu den Regeln: Impulse sind vorgegeben, meine Antworten in Fettschrift. Also los:



1. Ich glaube fest daran, dass ich morgen früh um spätestens 8 Uhr zum lernen am Computer sitze!
2. Das Buch "Feuer und Stein" kenne ich vor und zurück.
3. Backen ist super, aber wenn man ständig das Land wechselt, gibt es nie die Zutaten, die man gerade braucht! 
4. "Du, ich glaub ich hab zugenommen!" ist mir sowas von egal.
5. Der Papst inspirierte den Spiegel heute zu der total kreativen Überschrift "Der kleine Mann mit dem lustigen Hut".
6.  Nasse Haare auf dem Fahrrad sind doof an kühlen Herbstabenden.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein internationales Dinner mit meiner Austausch-Studenten-Mentorgruppe, von dem ich grad nach Hause komme, morgen habe ich den ganzen Morgen nur lernen (also nicht bloggen!) geplant und Sonntag möchte ich endlich mal eine schöne Ecke in Rotterdam entdecken!


Zum Schluss noch ein paar Erkenntnisse des heutigen Abends:

  • Wenn jeder so viel mitbringt, dass es für alle reicht, hat man zu viel zu Essen!
  • Wenn beim International Dinner Amerikaner dabei sind, gibt es immer Macaroni and Cheese.
  • Fahrrad Lampen halten gar nicht mehr gut, wenn sie mit Kreppband festgeklebt sind und es regnet.
  • Disney Songs zur Gitarre und gleichzeitig auf verschiedenen Sprachen singen hat Stil.
  • Man kann wirklich nicht damit rechnen, dass Marzipan nach Apfel schmeckt, nur weil es grün ist.
  • "Marzipan" besteht in Holland fast nur aus Zucker und schmeckt auch so.
  • Trotzdem lässt es sich erstaunlich gut mit einer Weinflasche zu einer Kuchendecke ausrollen.
Daumen hoch für Lillifee-Glitzerkuchenstifte!


So. Bett. 

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