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Dienstag, 16. September 2014

Was haben J.K. Rowling und Slowenien gemeinsam?

J.K. Rowling is back

Als "A casual Vacancy" erschien, das erste Buch von J.K. Rowling nach Harry Potter, war ich vorher sowas von aufgeregt, dass ich es schon Monate im Voraus kaum noch erwarten konnte. Das Cover war zwar überhaupt nicht meins und auch die Geschichte auf dem Titel klang irgendwie öde, aber es war J.K. Rowling!
Ich hab's auf Seite 40 abgebrochen.

Ich mochte weder die Figuren, noch das Setting und schon gar nicht das Gefühl, dass beim Lesen der ersten Seiten aufkommt. Ich hatte nicht erwartet, dass die Geschichte Harry Potter ähnelt, aber mit J.K. Rohlings Meisterwerk im Hinterkopf fiel es mir irgendwie doch schwer, die großzügig gestreuten Schimpfwörter zu überlesen. 

Deshalb war ich skeptisch, als im Jahr danach "The Cuckoo's Calling" erschien. Frau Rowling hatte diesmal unter dem Pseudonym Robert Galbraith geschrieben, wohl in der Hoffnung, dass dann niemand die Geschichte mit Harry Potter vergleicht. Kam natürlich schnell raus, die Presse spielte verrückt und die Verkaufszahlen schossen in die Höhe, aber vorher gab es doch noch einige unbeeinflusste positive Rezensionen für das "Erstlingswerk" Galbraiths. Und da ich im August zum ersten mal in diesem Jahr mehr als ein verlängertes Wochenende Urlaub hatte, durfte "The Cuckoo's Calling" mit nach Slowenien.

Und weil mich sowohl das Land als auch das Buch begeistert haben, werde ich im folgenden lustig mischen. Damit ihr ein Gefühl davon bekommt wie es ist, the Cuckoo's Calling in Slowenien zu lesen. Viel Spaß beim mentalen Kurzurlaub!


 


Unterschätzte Talente 

Zu meiner Überraschung hatten das Land Slowenien und J.K. Rowling eine Gemeinsamkeit: Beide werden in ihren Talenten unterschätzt. J.K. Rowling schreibt auch dann großartige Bücher, wenn weder magische Internate, noch vernarbte junge Zauberer darin vorkommen. Es gelingt ihr irgendwie trotzdem, eine magische Atmosphäre heraufzubeschwören. Und Slowenien ist einfach nur magisch, ich konnte kaum glauben, dass das Land nicht völlig von Touristen überlaufen ist! 

Vielleicht liegt es daran, dass man Slowenien in ungefähr zwei Stunden komplett mit dem Auto durchqueren kann und im Zweifelsfall nicht mal merkt, dass zwischen Italien und Kroatien noch ein ganzes Land lag. Ein Naturwunder reiht sich an das nächste und die meisten lassen sich in weniger als einer Stunde Fahrzeit erreichen. Von den Bergen an die Küste sind es oft gerade mal 10 Minuten, und wir sprechen hier von türkisblauem Wasser, waldbewachsenen Hängen und atemberaubenden Panorama-Blicken in den Bergen. Dazwischen unglaublich gut erhaltene Mittelalterstädtchen, 1500 Jahre alte Kirchen, in Stein gehauene Schlösser, kleine Berghütten, vor Früchten strotzende Gärten - Tomaten, Kartoffeln, Trauben, Feigen, Granatäpfel, da wächst wirklich alles! - und Millionen Jahre alte Tropfsteinhöhlen. Ich möchte euch dieses Land also schwer ans Herz legen und während ich Bilder von Slowenien sprechen lasse, wird uns gleichzeitig J.K. Rowling nach London entführen - in die Welt des Privat-Detektivs Cormoran Strike.






Man greife sich nun bitte eine Brust.

Privatdetektiv Cormoran Strike hat ein blaues Auge. Verursacht von einem Aschenbecher, den ihm seine gefährliche, wunderschöne und unberechenbare (nun Ex-)Freundin Charlotte an den Kopf geschmissen hatte, bevor Sie aus seinem Büro stürmte. Strike will ihr hinterherrennen, doch er prallt vor seiner Tür mit der resoluten jungen Dame Robin zusammen, die ihm von einer Zeitarbeitsfirma als temporäre Assistentin geschickt wurde. Von diesem Zusammenstoß mit dem überdurchschnittlich riesigen und überdurchschnittlich schweren Strike aus dem Gleichgewicht gebracht, wäre Robins Rolle hier schon fast wieder zu Ende, da Sie um ein Haar rückwärts eine Treppe herunterfällt. Glücklicherweise kann Strike gerade noch reflexartig zupacken und sie vor dem Tod bewahren. Dass sein beherzter Griff dabei ihre linke Brust erwischt, ist für Robin ungünstig und für Strike nicht nur ein wenig peinlich, schien mir aber für den Fortgang der Geschichte ein origineller Einstieg. Außerdem musste ich ziemlich grinsen.
























Zur Story

Als Lula Landry mit zerschmettertem Kopf auf der Straße vor ihrem Londoner Penthouse gefunden wird, ist sich die ganze Welt einig, dass das exzentrische und oft deprimierte Supermodel Selbstmord begangen hat. Nur ihr Bruder hat Zweifel daran und engagiert Privatdetektiv Cormoran Strike, der den Fall untersuchen soll. Strike, der bis zum Verlust seines Beins als Soldat in Afghanistan gedient hatte, ist seit dem Streit mit seiner Freundin nicht nur wütend und verletzt, sondern er steht auch plötzlich ohne Wohnung da. Ziemlich mittellos ist er obendrein, und das obwohl sein Vater ein berühmter Rockstar ist und seine Mutter ein Supergroupie. Während Strike sich also in seinem Büro häuslich einrichtet, tut seine feinfühlige neue Assistentin Robin so, als würde ihr gar nicht auffallen, dass eine Luftmatratze nicht zur Standardausstattung eines Detektivbüros gehört. Langsam entwickelt sich zwischen den beiden eine vorsichtige Freundschaft und es stellt sich heraus, dass Cormoran und Robin ein fantastisches Team sind, wenn es darum geht, in der völlig abgedrehten Londoner Promi-Szene einen Mord aufzuspüren.










Fazit:

Ich weiss nicht, wie sie es geschafft hat, aber obwohl die Storyline weder besonders originell noch das Ende wahnsinnig überraschend ist, war ich richtig schön deprimiert, als die letzte Seite heranrückte. Der knurrige, unsensible und grundanständige Cormoran Strike ist mir im Laufe der Geschichte so sehr ans Herz gewachsen, dass ich ihn noch Tage später vermisst habe. Und bei Robin,  die ganz ausgezuckelt vor Glück darüber ist, sich frisch mit ihrem Langzeitfreund  verlobt zu haben, - der übrigens ein solcher Langweiler zu sein scheint, dass er offensichtlich sogar Frau Rowling auf den Keks geht - ging es mir nicht anders. Die beiden sind ein sehr charmantes Ermittlerduo, denen die Sympathiepunkte, auch durch die unbeholfene Art in der sie miteinander agieren, nur so zufliegen. Die Geschichte ist flüssig zu lesen, durch ihre Dialoge und das Zusammenspiel der Charaktere echt amüsant und beschwört mühelos die magische Atmosphäre von London im Dämmerlicht herauf. Ich habe mich in Cormoran Strikes Welt sehr wohl gefühlt und hoffe es kommen noch mehr Krimis von der Sorte. (Ich habe mir gerade den Nachfolger "The Silkworm" bestellt.)

Well done, J.K.!



Samstag, 9. Februar 2013

Neues aus der Reihe „Bloggen bildet“. Spanisch lernen mit Harry Potter (Kapitel 2).


Nachdem ich euch beim letzten Mal schon ausführlich erklärt habe, warum Bloggen bildet, steige ich nun gleich ohne viele Worte in unsere heutige magische Spanisch Lektion ein. Hier die erinnerungswürdigsten Sätze aus „Harry Potter y el prisionero de Azkaban“ – Kapitel 2.
„…die Polizei warnt die Bevölkerung. Black ist bewaffnet und äußerst gefährlich“. = Tenemos que advertir a los telespectadores die que Black va armado y es muy peligroso.“
“Ist doch nicht zu fassen!” bellte Onkel Vernon und starrte den Sprecher wütend an. „Du hast uns nicht gesagt wo dieser Verrückte ausgebrochen ist!“ Tante Petunia, wachsam und pferdegesichtig, wirbelte herum und schaute wachsam aus dem Küchenfenster. = „Un momento!“ ladro tío Vernon, mirando furioso al presentatdor – „no has dicho de dónde se ha escapade ese enfermo!” Tía Petunia, que era huesuda y tenía cara de caballo, se dio la vuelta y escudrinó por la ventana de la cocina.
Harry fiel schmerzhaft aus allen Wolken. „Tante Magda?“ sprudelte es aus ihm heraus. „D-die – die kommt doch nicht etwa zu uns?“ = Harry volvio de golpe a la realidad. „Tía Marge?“ – barbotó – No… no vendra aquí, verdad?“
„Und drittens“ sagte Onkel Vernon, die gemeinen kleinen Schweinsäuglein waren jetzt Schlitze in seinem großen purpurnen Gesicht „haben wir Magda gesagt, du würdest das St. Brutus-Sicherheitszentrum für unheilbar kriminelle Jungen besuchen.“ „Was?“, schrie Harry. = „Y tercero“ – siguió tío Vernon, casi cerrando los ojos pequenos y mezquinos, en medio de su rostro colorado, „le hemos dicho a Marge que acudos al Centro de Seguridad de San Bruto para Delinquentes Juveniles Incurables”. “Que?” grito Harry.
“Ripper kann ein wenig Tee aus meiner Tasse haben”. = „Ripper sorberá el té que se me derrame en el plato.“
„Machen sie in St. Brutus auch Gebrauch vom Rohrstock, Bursche?“ „Ähm-„ Onkel Vernon nickte hinter Tante Magdas Rücken. „Ja“ sagte Harry. Wenn schon, denn schon überlegte er sich und fügte hinzu „Tagein, tagaus“. = „Utilizan la vara en San Bruto, chico?“ „Bueeenoooooo…“ Tío Vernon asenía detrás de tía Marge. “Sí”, dijo Harry, y luego, pensando que era major hacer las cosas bien, anadió: “sin parar.”
“Nun ich will nichts gegen eure Familie sagen, Petunia, aber deine Schwester war ein faules Ei. Dann ist sie mit diesem Taugenichts abgehauen und was dabei herauskam sitzt hier vor uns.“ Harry starrte auf seinen Teller, ein merkwürdiges Klingeln in den Ohren. = „No digo nada contra tu familia, Petunia, pero tu hermana era la oveja negra. Y se escape con un patàn. Aquí tenemos el resultado.”. Harry miraba a su plato, sintiendo und extrno zumbido en las oìdos.
“Du bist ein unverschämter, undankbarer kleiner –“ Doch Tante Magda verstummte plötzlich. Sie schien vor unsäglicher Wut anzuschwellen, doch es nahm kein Ende. = „Eres un nino insolente, desagradecido y…“ Pero tía Marge se cortó en seco. Se hinchaba con una ira indescriptible… Pero la hinchazón no se detenía.
“Komm zurück! Komm rein und bring sie wieder in Ordnung!” = „VEN AQUÍ! REGRESA Y ARREGLA LO QUE HAS HECHO!“
“Sie hat verdient, was sie bekommen hat.” Er richtete seinen Zauberstab auf Onkel Vernon. „Und du bleibst mir vom Hals!“ = „Se merecía que le ha pasado.“ Harry sacó la varita magice y apuntó con ella a tío Vernon. “No te acerques.”
--- und so hätten wir dann auch einen der coolsten Abgänge aller Zeiten in einer kleinen Spanisch Lektion abgedeckt. Und falls ihr mal auf Malle ein Hotel ohne Pool und mit schlechter Sangria erwischen solltet: „Me voy! Ya he tenido bastante!“ bedeutet: „Ich gehe. Mir reicht’s!“

Donnerstag, 31. Januar 2013

„Harry, esto es un chivatoscopio”: Spanisch lernen mit Harry Potter



Als zweites Buch der „Bücher die man gelesen haben muss“-Challenge habe ich mich zu einem Harry Potter Teil drei Re-Read entschlossen. Bevor die letzten beiden Bände der Reihe herauskamen, war „Der Gefangene von Azkaban“ immer mein absoluter Lieblingsband und deswegen konnte ich das Buch auch schon mal halb auswendig mitsprechen. Damit es also nicht langweilig wird, habe ich mir mein altes spanisches Exemplar wieder aus dem Regal gekramt (das ich vor Jahren mal in einem Anfall von Lerneifer gekauft und nach ca. 20 Seiten nicht mehr angerührt habe).

Nachdem die spanische Übersetzung leider nicht so grandiose Wort- und Namens-Neuschöpfungen aufweist, wie die holländische (Wir erinnern uns an Ron Wemel und Hermelien Griffel: hier und hier) und mir deshalb die Möglichkeiten fehlen, mich darüber lustig zu machen, habe ich mir gedacht, wir tun mal alle was für unser Sprachtalent und lernen ein bisschen spanisch mit Harry Potter. Ihr seht: Bloggen bildet! Los geht es mit den erinnerungswürdigsten Sätzen des ersten Kapitels aus „Harry Potter y el prisionero de Azkaban“.

Harry Potter war in vielerlei Hinsicht ein höchst ungewöhnlicher Junge = Harry Potter era, en muchos sentidos, un muchacho differente.
Die Hexenverbrennung im vierzehnten Jahrhundert war vollkommen sinnlos. Erörtern Sie die These. = La inutilidad de la quema de brujas en el siglo XIV (die Spanier haben den Absatz mit „sinnlos“ und „erörtern“ irgendwie weggelassen.)
Tatsächlich kam Wendelin die Ulkige dermaßen auf den Geschmack, dass sie sich nicht weniger als siebenundvierzig mal in verschiedenen Verkleidungen fangen und verbrennen ließ. = A Wendelin la Hechicera le gustaba tanto ser quemada que se dejó capturer no menos de cuarenta y siete veces con distintos aspectos.
„Hallo? Hallo? Können Sie mich hören? Ich – möchte – Harry – Potter – sprechen!“ Ron schrie so laut, dass Onkel Vernon zusammenzuckte = „HOLA? HOLA? ME OYE? QUISIERA HABLAR CON HARRY POTTER!“ Ron daba tales gritos que tìo Vernon dio un salto. (Ja, das ist auch im Buch alles groß geschrieben.)
“Es gibt hier keinen Harry Potter! Ich weiß nicht, von welcher Schule Sie reden! Ich verbitte mir weitere Belästigungen! Und kommen sie ja nicht in die Nähe meiner Familie!“ = „AQUI NO VIVE NINGUN HARRY POTTER! NO SÉ DE QUE COLEGIO ME HABLA! NO VUELVA A LLAMAR AQUÌ! NO SE ACERCA A MI FAMILIA!”
Harry entdeckte die erste Geburtstagskarte seines Lebens – heraus fielen ein Brief und ein Zeitungsausschnitt: “Beamter des Zaubereiministeriums gewinnt großen Preis” = Harry descubrió la primera tarjeta de cumpleans de su vida. Cayeron dos trozos de papel: una carta y un recorte de periodico. „FUNCIONARIO DEL MINISTERIO DE MAGIA RECIBE EL GRAN PREMIO“ (Die Spanier mögen ihre Caps Lock Taste.)
„Harry, das ist ein Taschenspikoskop. Bill sagt es ist Plunder für Zauberturisten und man könnte sich nicht darauf verlassen weil es gestern Abend beim Essen ständig aufleuchtete. Aber er hat nicht bemerkt, dass Fred und George Käfer in seine Suppe gemischt haben.“ = Harry, esto es un chivatoscopio de bolsillo. Bill dice que no es más que una trampa para turistas magos, y que no funciona, porque la noche pasada estuvo todo la cena sin parar. Claro que él no sabia que Fred y George le habían echado escarabajos en la sopa.”
Sein Herz fing mächtig an zu hüpfen als er die Aufschrift entdeckte, die in silbernen Lettern gedruckt war: Besenpflege Set. „Mensch, Hermine!“ flüsterte Harry. =El corazón le dio un vuelco cuando vio las palabras estampadas en plata: EQUIPO DE MANTENIMIENTO DE ESCOBAS VOLADORAS. “Caramba, Hermione!” murmuró Harry.
Das Monsterbuch der Monster klappte seitlich über das Bett hinweg wie ein widerlicher Krebs. „Urrgh“ murmelte Harry. = El monstruoso libro de los monstruos se levantara sobe el lomo y escapara por la cama como si fuera un extrano cangrejo. „Oh… ah.“ Susurró Harry. (Man beachte: Der spanische Harry reagiert wesentlich weniger abwertend.)
In diesem Augenblick fühlte sich Harry Potter genau wie jeder andere – zum ersten Mal in seinem Leben einfach froh, dass er Geburtstag hatte. = En aquel momento Harry Potter se sintió como qualqier otro: contento, por primera vez en su vida, de que fuera su cumpleanos.

Klar soweit? Falls mal ein Harry Potter Theme Park in Spanien aufmacht, seid ihr nun bestens gerüstet. Das gibt’s in keinem Sprachführer! Bis zum Nächsten mal in unserer neuen Reihe: „Bloggen bildet!“

Hier geht es zu Teil 2

Donnerstag, 16. August 2012

Warum Petunia und Vernon Dursley nie auf James und Lillies Hochzeit erschienen...

... und viele andere wissenswerte Kleinigkeiten. Interesse?

...und ab nach Hogwarts. Screenshot Pottermore via
Ein Jahr nach der Fertigstellung hab ich es denn nun auch endlich mal geschafft mich bei Pottermore anzumelden. Für alle die noch nie etwas davon gehört haben (sehr unwahrscheinlich, aber wer weiss): Pottermore ist eine interaktive Webseite von J.K. Rowling, die sowohl als Verkaufsplattform als auch zur Entdeckungsreise der sieben Harry Potter Bücher im Sommer 2011 fertig gestellt wurde. Eigentlich hatte ich gedacht, die Seite sei eher was für Kinder (man kann Punkte sammeln und Zauberutensilien aufsammeln, etc.) aber nach der ersten halben Stunde Pottermore und einen Ausflug in die ersten vier Kapitel aus dem "Stein der Weisen" (Die Bücher und Kapitel werden nacheinander freigeschaltet) bin ich eines besseren belehrt. Was ich nämlich nicht wusste und eben erst durch einen Artikel erfahren habe, ist, dass J.K. Rowling immer mal wieder persönliche Informationen zum Schreibprozess und Hintergrundinformationen zu den Charakteren einfließen lässt. Das hat bei mir auch den Ausschlag gegeben mich dort anzumelden, denn nachdem ich jetzt jeden Band ca. 10 mal gelesen habe, ist wirklich irgendwann auch mal Ende mit "Mir fallen immer wieder neue kleine Details auf". Da ich es aber liebe, neue Details zu meinen Lieblingsbüchern zu erfahren, kommt Pottermore heute als Masterarbeitspausenfüller gerade richtig. (Übrigens bezieht sich meine Liebe zu neuen Details nicht auf Fanfiction. Mit Geschichten die nicht vom Originalautor kommen kann ich nichts anfangen und da hilft es auch nicht, mir klarzumachen, dass es sich ja eh um eine erfundene Geschichte handelt... Wenn es um Bücher geht, werde ich evtl. ab und zu ein klein wenig irrational.)

Jedenfalls wollte ich euch nur kurz mitteilen, dass ihr euch die Seite vielleicht mal anschauen solltet, falls es euch z.B. schon immer interessiert hat...

... warum Petunia und Vernon Dursley nicht auf der Hochzeit von Lilly und James Potter erschienen sind
... warum die magische Gemeinde nicht der EU angehört und wieso J.K. Rowling gerne ihre Schwester ärgert
... warum die Bewegung "F.A.R.T. - Fresh Air refreshes totally" gegen Muggelhosen und für Zauberumhänge in der Öffentlichkeit gescheitert ist (Ob J.K. Rowling wohl manchmal stundenlang kichernd an ihrem Schreibtisch sitzt wenn ihr Gehirrn ihr solche Hintergrundszenarien schickt?)
... wie das Traumpaar Dursley sich eigentlich kennengelernt hat


... wenn zwei solche Zuckerschnuten aufeinandertreffen, muss es ja funken! via
Zur ersten Frage verrate ich euch schon mal ein bisschen was, den Rest dürft ihr dann selbst herausfinden. Es war nämlich so, dass sich die beiden Pärchen auf ihrer ersten Begegnung so gestritten haben, das Vernon und Petunia wutentbrannt abgehauen sind und Lilly weinend am Tisch zurückgeblieben war. Vernon nämlich, seines Zeichens ja ein allerliebster Zeitgenosse wie ihr wisst, hatte James danach gefragt, welches Auto dieser führe (fahre? fähre? hä? Gehirnsperre, sorry.) Jedenfalls fühlte er sich gelinde veräppelt als James Potter als Antwort das Model seines Besens zu erklären versuchte. Ab da ging die Beziehung nur noch abwärts und Petuna und Vernon erschienen nicht zur Hochzeit der Schwester. Die Karte zu Harrys Geburt schmiss Petunia in den Müll.

Jetzt muss ich mal langsam weiterlernen, weil es mich gerade im 5. Kapitel ziemlich viel Zeit gekostet hat, bis ich endlich meine Einkaufsliste für die Winkelgasse gefunden hatte. (Ich hätte auch nichts dagegen, die Informationen einfach alle nacheinander wegzulesen, aber da das ja hier alles interaktiv sein soll, muss man zwischendurch ein paar "Aufgaben" bestehen. Die doofe Einkaufsliste lag irgendwo zwischen zwei Häusern auf der Straße rum, aber ich musste ja auch mal erst mal kapieren, dass man die Häuser bewegen kann...) 

Insgesamt meiner Meinung nach eine sehr liebevoll aufgebaute Seite mit vielen Infos und zauberhaften Erinnerungen. Ist ja nun auch schon eine ganze Weile her, dass ich die Bücher zuletzt gelesen habe. Ich glaube J.K. Rowling hat eine Menge Spaß dabei gehabt, endlich all die Szenarien die sie für die Charaktere im Kopf hatte, zu veröffentlichen. Für Erwachsene vielleicht ein bisschen spielerisch, für Kinder und Jugendliche aber toll. Und alles umsonst, also schaut es euch einfach mal an!

Edit (10 Minuten später): Jaja, von wegen weiterlernen. Ich wollte nur allen Menschen die sich mit Onlinegames genauso trottelig anstellen wie ich kurz erklären, dass ihr, wenn ihr ein Gringotts Konto eröffnen wollt, den SCHLÜSSEL INS SCHLOSS stecken müsst. NICHT wie ein totales Dummbrot überall auf der Seite rumklicken, das bringt überhaupt nichts. (Mein Freund hat mich ausgelacht.) Jedenfall hab ich jetzt 500 Galleonen und kann in der Winkelgasse einkaufen.  Soll ich eine Eule, eine Katze oder eine Kröte kaufen? Und bitte nicht vergessen, das alle Zauberumhänge Namensschilder haben müssen!

Ps: Falls mich wer adden möchte, ich habe den grandiosen Namen "DawnCat7921" verpasst bekommen. (Selber wählen geht nicht).

Freitag, 6. Juli 2012

Wie man Harry Potter killt Teil II - und ein paar meiner "Kammer des Schreckens" Highlights

Nachdem ich euch ja vor einiger Zeit, besser gesagt letztes Jahr im Oktober - whoooot? Wie kann das 8 Monate her sein?! - von meinem ersten Harry Potter Erlebnis auf holländisch erzählt habe, wurde das Buch erstmal wieder zur Seite gelegt. Die ersten Harry Potter Bände haben mich einfach nicht mehr so gereizt, vielleicht zu oft gelesen. Ich hatte schon Schiss, ich bin zu alt geworden, das würd mich echt traurig machen. Jedenfalls ist mir "Harry Potter en de geheime Kammer" vor einigen Tagen wieder in die Hände gefallen und nachdem ich jetzt jeden Abend ein bisschen darin gelesen habe, bin ich schon wieder voll drin im Harry Fieber. (Doch nicht zu alt, puuuuh!)

Was ja an dem Buch schon ziemlich deutlich wird - neben den, äh, kreativen holländischen Übersetzungen, auf die ich gleich noch eingehe - ist, dass es wirklich noch einen ganz anderen Stil und auch Fokus hat als die späteren Bücher der Serie. Mir ist das damals nie aufgefallen, einfach weil ich zu der Generation gehöre, die genau mit Harry Potter aufgewachsen ist. (Und wir werden übrigens auch die einzige Generation bleiben, die das je von sich behaupten können wird, wie cool ist das denn?!) Ich kann mich noch dran erinnern wie schmerzlich ich im siebten Band Hogwarts vermisst habe und nun wird mir auch wieder klar, warum. Es ist einfach so wundervoll dort! Vor allem bevor die ganzen richtigen Probleme kommen, wenn Harrys größte Sorge noch die Stimme ist, die nur er hören kann. (Wobei ich das als Kind wirklich, WIRKLICH extrem gruselig fand!)
Meine kleinen Nostalgiemomente aus den ersten Kapiteln des zweiten Harry Potter Bandes werde ich jetzt mit euch teilen. Und damit ich nicht die einzige bleibe, die nun schon wieder unter der holländischen Übersetzung leiden muss, werden wir das ganze wie folgt gestalten. Macht euch bereit für

Milas Nostalgiemomente: Harry Potter und die Kammer des Schreckens
IN DER HOLLÄNDISCHEN VERSION!!! 

1. Zwerkballtraining - und Draco Malfidus soll Schnecken fressen!
An seinem ersten Wochenende zurück in der Zweinsteins Hogeschool voor Hekserij und Hokus-Pocus wird Harry Morgens schon vor Sonnenaufgang von seinem Teamkäptn Olivier Plank aus dem Bett geschmissen um das erste mal im neuen Schuljahr für das Griffoendor Team zu trainieren. Leider ist das Feld aber schon besetzt, denn das Zwerkball Team des unbeliebten Zwadderich Hauses hat von Professor Sneep eine Ausnahmegenehmgung zum Trainieren bekommen: Sie müssen ihren neuen Sucher ins Team einführen. Dessen Pappi Lucius Malfidus hat nämlich gerade dem ganzen Zwadderich Team eine Ladung Nimbus 2001 geschenkt. Als Hermelin Draco darauf afmerksam macht, dass sich in Griffoendor wenigstens niemand ins Team einkaufen musste, tickt Draco aus und nennt sie ein Modderbloedje. Ron ist stinksauer und jagt ihm eine Ladung Schnecken auf -bzw. in -den Hals. Denkt er.

Jaja es ist Malfoy... aber ganz ehrlich, wie süß klein ist der denn da noch? via
Denn leider ist Rons Zauberstab nicht mehr so richtig intakt. Seitdem Ron und Harry den Wagens von Rons Vater bei der Ankunft in Hogwarts volles Mett in die peitschende Weide gesetzt haben und diese aus Rache Rons Zauberstab einen kleinen Stups gegeben hat, macht der eigentlich nie das, was er soll. Am Ende ist es deswegen nicht Draco der Schnecken schluckt, sondern Ron. Für den kleinen Zwischenfall mit der peitschenden Weide fliegen Harry und Ron übrigens - trotz Professor Sneeps dringender Empfehlung - nicht von der Schule. Und da das Schuljahr ja offiziell nichtmal begonnen hat, zieht ihnen Professor Anderling noch nicht mal Punkte für Griffoendor ab. Schließlich ist sie ja deren Hausvorsitzende. (Die Punkte waren mein eigentlicher Nostalgiemoment. Die Geschichte mit dem Wettstreit der Häuser jedes Jahr hatte ich total vergessen. Sowas war ja damals ja alles noch so wichtig bevor Hogwarts plötzlich unter ständiger Bedrohung stand. Ich liebe diese Hogwarts Idylle einfach, alleine dafür lohnt es sich die ersten Bücher nochmal zu lesen. Das entspannt jede Stresssituation!

2. "Von all den Bäumen in Hogwarts treffen wir ausgrechnet den einen, der zurückschlägt!"

Hahahaha, oh Gott sah das im Film auch so schlimm aus?. via

3.  "Harry Potter DARF nicht zurück nach Zweinsteins gehen!"
Hach Dobby, du lieber Dobby, was warst du damals noch nervig. Und wie habe ich GEFLENNT um dich im siebten Buch! Aber noch ist alles gut. Naja, nicht für Dobby, der muss sich leider noch die Ohren in der Herdtür einklemmen. Aber noch sind wir zumindest weit entfernt von messerwerfenden Psychobräuten. Aber der Moment wo Dobby plötzlich auf Harrys Bett im Hause Duffeling sitzt ist einfach pure Nostalgie! "Ähm- Ich will nicht unhöflich sein - aber das ist gerade nicht der Moment um einen Hauselfen in meinem Zimmer zu haben!"

"Harry Potter, Sir, es ist mir eine Ehre! Dobby hat schon immer davon geträumt  einen so großen Zauberer zu treffen. Dobby trägt nur ein Handtuch, aber er hat eigene Zauberkräfte. Er kann Sahne zum Fliegen bringen!"via

4. "Was höre ich da von Autogrammkarten? Aber natürlich Herr Potter, ich dachte es mir schon! Sind auf den Geschmack gekommen, hm?"
Den Typen hatte ich tatsächlich verdrängt. Bühne auf für den Träger des Merlin Ordens dritter Klasse, Ehrenmitglied der Liga zur Verteidigung gegen die dunklen Kräfte und fünfmaligen Gewinner der Hexenwoche für das charmanteste Lächeln: Gladianus Smalhart! Der Mann ist von J.K. Rowling so detailverliebt mit einem derart intensiven Nervtötungstalent ausgestattet worden, dass es tatsächlich eigentlich ziemlich Spaß macht, ihn wiederzusehen. Meine Lieblingsszene ist die als Harrys kleiner Stalker Collin Creevey (hoppsa gerade noch gemerkt) Kasper Krauwel ihm hinterherrennt und um ein Autogramm bittet und Gladianus Smalhart Harry freundlich darauf hinweist, dass es dafür doch noch ein klein wenig zu früh ist. "Ich weiss, Sie haben ja nach dieser ganzen Geschichte mit Jenem-der-nicht-gennant-werden-darf auch eine gewisse Berühmtheit erlangt. aber mit meinen Auszeichnungen kann das natürlich nicht mithalten."


"Nehmen sie es nicht so schwer Herr Potter, in ihrem Alter war ich auch noch nicht berühmt!" via
5. "Ihr hättet sterben können! Ihr hättet GESEHEN werden können!"
Hach Rons Mama, Frau Wemel, ist ja einfach so knallhart. Nachdem Ron den Heuler seiner Mutter auch durch intensives Anstarren nicht zum verschwinden bewegen kann, lässt das Ding die beiden Jungs mitten in der großen Halle, vor versammelter Mannschaft so richtig schön dumm dastehen. Aber bringt halt alles nichts, wenn so ein Brülbrief erstmal da ist, dann muss man ihn auch aufmachen! Marcel Lubbermans kennt sich da aus, der hat auch schon mal einen von seiner Oma bekommen.

Sollen wir mal kurz abstimmen, wer in diesem Buch wohl die Arschkarte gezogen hat? via


Ich könnte ehrlich gesagt noch ewig so weitermachen. Es gibt ungefähr noch 100 weitere Szenen, die mich nostalgisch machen und die ich an diesen ersten Kapiteln liebe. Genau gesagt handelt es sich wahrscheinlich um jeden zweiten Satz. Da es aber plötzlich nach Mitternacht ist, muss ich mich da leider beschränken. Ich habe zwar, anders als Fred und George, keine Angst nicht genug S.L.I.J.M.B.A.L.L.E.N zu bekommen (Schriftelijke Loftuiting wegens IJver, Magische Bekwaamheid en Algeheel Leervermogen), aber die Masterarbeit ist ein ungnädiges Geschöpf.

Montag, 17. Oktober 2011

Wie man Harry Potter killt.

Zu einem Harry Potter, dem ersten, von vier bis dahin erschienen HP-Bänden auf der Liste hab ich ja schon meine Meinung gesagt. Und wir wollen ja schön der Reihe nach gehen, deshalb ist als nächstes natürlich der zweite Teil dran. Weil aber die Kammer des Schreckens zugegebenermaßen nicht mein Liebling war, hab ich diesen Teil nicht halb so häufig gelesen wie die anderen und deshalb auch nicht mehr so gut im Kopf. Bevor ich das Buch also hier bespreche erscheint es als intelligente Lösung, es noch mal zu lesen. Und warum das ganze nicht mit ein bisschen Lerneffekt verbinden und es auf holländisch lesen? (Alsjeblieft und dankjewel - was bitte und danke heißt - sind nach 2 Monaten traurigerweise immer noch die einzigen Wörter die ich kenne.) Also ab dafür und hier liegt es nun: "Harry Potter en de geheime Kamer"!

Ich hab ja schon mal gesagt wie toll ich es finde, dass in Holland das Fernsehen in der Originalsprache gelassen wird. Bei Büchern macht es naturgemäß mehr Sinn, sie zu übersetzen, denn auch holländische Kinder kommen nunmal nicht zweisprachig zur Welt. Von daher alles super: Harry Potter in Holland ist auf holländisch, das Cover gefällt mir trotz der Spinne auch ganz gut, ich lern ne neue Sprache - nehm ich mit!

Soooo... auf Seite 25 bin ich jetzt. Die Sprache lässt sich für einen deutschen Muttersprachler sehr gut verständlich lesen und die Hauptbegriffe, nämlich J.K.Rowlings magische Sprachschöpfungen, sind ja eh auf jeder Sprache gleich. DENKSTE!! Liebe Holländer: Was habt ihr euch bloß dabei gedacht, Wörter zu "übersetzen", DIE ES GAR NICHT GIBT??? Ich mein ernsthaft? Harry ist stolz darauf, der jüngste Spieler im Zwerkbal zu sein? Was gab es denn an dem Wort "Quidditch" auszusetzen? Ist das Problem vielleicht, dass Quidditch in Hogwarts gespielt wird? Denn zu meinem großen Erstaunen musste ich feststellen, dass auch der holländische Harry Potter sich sehr nach seiner Schule sehnt - der guten alten Zweinsteins Hogeschool voor Hekserij und Hokus-Pocus! Zweinsteins?! Da hat aber irgendein Muggel beim Übersetzen Mist gebaut. Pardon - ein Dreuzel mein ich. Kennt ihr ja, Dreuzels, die nichtmagische Gemeinschaft.

Naja, ich bin gespannt, was mich da noch so für kreative holländische Wortschöpfungen erwarten, von der geehrten Frau Buddingh, die (zumindest) den zweiten Band übersetzt hat und offenbar dachte, sie hat mehr wortschöpferisches Talent als J.K Rowling. Um dem ganzen ein bisschen die Luft aus den Segeln zu nehmen muss man fairerweise sagen, dass es auch in Deutschland üblich ist, in Kinderbüchern die Begriffe zu ändern. Konnte ja auch keiner wissen, dass das Buch so ein Riesenhit wird und mittlerweile jedes Kind auf der Welt davon träumt, endlich den Brief aus Hogwarts zu kriegen. Die holländischen Kinder kriegen ihn dann eben aus Zweinstein, das klappt schon irgendwie, der Weihnachtsmann heißt schließlich auch auf jeder Sprache anders. Und da kommen wir aber nun an den Kern der Sache. Frau Buddhing hat nämlich noch etwas anderes geändert und da läuft es mir jetzt wirklich eiskalt den Rücken runter: Sie hat die NAMEN der HAUPTCHARAKTERE geändert. HILFE!!! Ich kann es verkraften, dass Hermine, die ja sowieso eigentlich Hermione heißt, in Holland Hermelien genannt wird. Kann ja hier keiner was für, dass ein Hermelin ein kleines, weißes Nagetier ist. (Große Zähne - passt ja.) Das sie aber auch Hermines Nachnamen geändert hat, werde ich ihr nicht so schnell verzeihen. Denn Harry hat nun zwei neue Freunde: Hermelien Griffel und Ron Wemel. STÖHN. Das hat mich zehnmal so hart getroffen wie meine anfängliche Verwirrung als Harry mit seinen Verwandten, nämlich der Familie Duffeling in der Küche saß. Ich hatte ja das Buch auch lange nicht mehr gelesen, da kommt man mit Namen schonmal durcheinander und ich konnte mir fast einbilden, dass Harrys Cousin schon immer Dirk Duffeling hieß. Genauso wie der kleine blonde Scheißer in der Schule schon immer Draco Malfidus hieß, richtig?

So, nun aber genug der Meckerei, es ist ja immer noch Harry Potter. Und den werd ich jetzt lesen. Und mich einfach darauf freuen, dass Harry Potter nun endlich wieder Überraschungen für mich bereit hält. Und für euch. Ich möchte euch vorher nur noch kurz den besten Direktor vorstellen, den Zweinstein jemals hatte...  Meine Damen und Herren, liebe Kinder: Hier ist der Mann, den die ganze böse Zauberwelt fürchtet, den alle anderen verehren und der uns allen für immer ein Vorbild sein wird.
Bühne auf für ALBUS PERKAMENTUS!!!

Ps: Hier geht es zum zweiten Teil von "Wie man Harry Potter killt"

Sonntag, 18. September 2011

[Blogliebling] Ist es falsch, Lord Voldemort scharf zu finden?

Wisst ihr noch, wie es sich angefühlt hat, das erste mal Harry Potter zu lesen? Wie ihr sehnsüchtig auf jeden neuen Band gewartet habt, gerätselt habt ob Harry das Ende überlebt? Vor ein paar Tagen habe ich einen grandiosen Blog gefunden und mir ist gerade aufgefallen, dass ich ihn dringend mit euch teilen sollte! 

"Is it wrong to think Voldemort's hot?" (via)


(Edit: Bevor Wonder einen Herzinfarkt bekommt: Krummbein heißt das Tier! BEIN. Nicht Schwanz. Hrrähm.)Wir schreiben das Jahr 2009, Jess ist Mitte 20 und hat noch kein einziges Harry Potter Buch gelesen. Zwei Jahre nachdem der siebte und letzte Band der Reihe herausgekommen ist, beschließt sie, jetzt nun aber doch mal damit anzufangen. Und sie lässt uns daran teilhaben. Ihr Blog http://thelastmuggle.com konnte sich innerhalb kürzester Zeit vor Lesern kaum noch retten und ist einer der spannendsten und witzigsten "Lernabhalter" (Ist ja schließlich noch nicht Klausurphase!), die ich in letzter Zeit gefunden habe. Jess schreibt grandios und sie lässt in ihre Posts immer mal wieder ein paar Voraussagen einfließen mit ihrer Meinung was in den nächsten Büchern passiert. Manchmal liegt sie damit richtig aber sie liegt auch oft dermaßen daneben, dass es eine wahre Freude ist! Dabei kombiniert sie eigentlich ziemlich gut. Schließlich ist es ja wahr, dass Harrys Feindglas immer losgeht, wenn Krummschwanz  in der Nähe  ist, also ist die Schlussfolgerung, dass Kummschwanz Lord Voldemort ist, doch gar nicht so weit hergeholt. :p Und auch ich war mir damals sicher, dass Ginny am Ende stirbt.


Neben einer starken Abneigung gegen den armen Dobby und einer kleinen Schwärmerei für Tom Riddle besitzt sie auch noch eine große Portion Humor und viel, viel Schreibtalent. Allen, die wie ich von Harry Potter eigentlich nie genug kriegen können und sich wünschten, sie könnten nochmal zum "Erstleser-Status" zurückkehren, sei dieser Blog wärmstens ans Herz gelegt! Ich wünsch euch einen tollen Sonntag!

Donnerstag, 8. September 2011

[TTT] Die zehn hässlichsten Büchercover


Heute hab ich mich entschieden, das erste mal beim "Top Ten Thursday" mitzumachen. Dieses jeden Donnerstag stattfindende Highlight wurde in Deutschland durch Alice im Bücherland ins Leben gerufen und hat mir schon so einige heitere Momente beschert. Nun bin ich ja gerade mitten in meiner ersten richtigen Master Woche. Stress und so! Asignments, Gruppenarbeit, (Fach-)Bücher lesen. Da kann ich nicht auch noch beim TTT mitmachen... Und dann hab ich das Thema dieser Woche gesehen! "Die zehn hässlichsten Buchcover". Grandios, wie könnte ich die an mir vorbeiziehen lassen?

Der Einfachheit halber wollte ich es bei Büchern belassen, die ich hier schon rezensiert habe. Bis ich zu den Harry Potter Büchern gekommen bin, bei deren Covern den Ländern anscheinend absolute Narrenfreiheit gelassen wird. Aber seht selbst...

Mein Platz 10 
So gerne ich die Twilight Saga auch gelesen habe, finde ich es doch etwas bedenklich, dass auf einmal die halbe Jugendabteilung aller Buchläden mit drei Farben auskommt. Ja, die Twilight Cover waren nen Hit. Reicht das nicht? Müssen wir nun Wuthering Heights, diesen wundervollen Klassiker von 1847, unbedingt auf Bella-Edward Format prügeln? "Love never dies"?! Yak!! Für die, die es noch nicht gelesen haben: Wuthering Heights ist ein altes Anwesen in den Mooren Englands. ALSO WAS ZUM TEUFEL HAT DIE BLUME DA ZU SUCHEN? Und warum geht sie eine Treppe runter? Hä?



Mein Platz 9
Ich geb es zu: Die Gestaltung der deutschen Jugendversion der Kammer des Schreckens war nicht das strahlend gelbe vom Ei. Ich kann mich zumindest nicht dran erinnern, dass irgendwo im Buch mal erwähnt wird, wie Harry sich die Haare grün färbt. Aber diese gähnend langweilige Erwachsenenversion sieht eher nach "100 Fakten aus Flora und Fauna" aus. Und das ist doch wohl nicht der Basilisk da oben, oder?


Mein Platz  8
Okay, okay. Auch im Buch wird Jane Eyre nicht als Schönheit beschrieben. Viel mehr fällt sie dort nämlich durch ihre leidenschaftliche Seele auf. Aber die steckt bestimmt auch hinter diesen Elan versprühenden Augen! Irgendwo.




Mein Platz 7
Vorsicht Harry, in Schweden ist die Luft ein bisschen giftig. Aber ist nicht so schlimm, denn deine Hose ist so eng, da wirst du wahrscheinlich eh nicht atmen können. Nimm dich aber bitte in Acht vor Dracos Kopf, der da hinter dir in der Gegend rumfliegt - da kommt nämlich Zaubernebel aus seinen Ohren!




Mein Platz 6
Gleich nochmal der Stein der Weisen. Dieses Cover aus Italien hat eine meiner Lieblingsstellen des Buches abgebildet; Nämlich die als Harry mit einer toten Ratte Schach spielt. Ich war so stolz auf Harry, als er das Spiel gewonnen hatte und sich als Belohnung einen Hut aus seinem Gegner schneidern durfte.




Mein Platz 5
Da das Buch Animal Farm ja eine Dystopie und wirklich eine sehr dunkle Satire ist, passt das Cover hier sehr gut. Nichtsdestotrotz würde ich sowas nicht im Haus haben wollen. Ich kenn mich mit Feng Shui zwar nicht aus, aber ich hab das Gefühl dieses fiese Bild macht auch die schönste Raumatmosphäre kaputt.




Mein Platz 4
Bei Platz vier konnte ich mich zwischen diesen beiden Goldstücken aus Finnland nicht entscheiden. Nicht nur, dass die gelangweilten Rotznasen einfach wirklich hässliche Kinder sind - (über das komische Schaf im Hintergrund wollen wir mal nicht sprechen) - sondern sie legen es auch noch drauf an, den armen Seidenschnabel zu erwürgen! Oder ist das ein Versehen, weil Harry und Hermine so vertieft ineinander sind? Wenn sie sich dabei mal nur nicht mit ihren Nasen in die Quere kommen!


Mein Platz 3
Das Miss Havisham in Charles Dickens Great Expectations als einer der "most haunting characters ever" beschrieben wird, hatte ich bis jetzt Dickens Erzählkunst zugeschrieben. Denn wie gesagt, verbreitet das Buch eine sehr gespenstische Atmosphäre mit seinen hoch psychotischen Figuren. Aber das hier ist eher so Richtung "Albträume bis in alle Ewigkeit und Nachts nur noch mit Licht schlafen."


Mein Platz 2
Ganz genau. Auch dieser fette kleine Dortmund Fan ist Harry Potter. Nur das er gerade im Hogwarts Express kräftig aufs Maul bekommen hat. Aus Solidarität hat  sich der Himmel deshalb blutrot gefärbt. 


Mein Platz 1
Was zum...?! Wer hat Muttern an das Paint Programm gelassen?! Ohne Worte. Kein Zweifel, dass Die Säulen der Erde "A Masterpiece" sind. Dieses Cover ist auch eins. Denn es ist an Hässlichkeit nicht zu überbieten!


So, das waren meine Top Ten. Jetzt mach ich mich auf Blogschau, da gibts bestimmt auch so einiges zu bewundern. Das Thema für nächsten Donnerstag ist "10 Bücher, die ihr immer wieder lesen könntet."

Montag, 4. Juli 2011

3.) Listen-Nr. 22: Harry Potter und der Stein der Weisen von J.K. Rowling, 1997


Mein Lieblingszitat: Mr and Mrs Dursley, of number four Privet Drive, were proud to say that they were perfectly normal, thank you very much.

Mit diesem Satz beginnen 7 Jahre Hogwarts und 14 Jahre Harry Potter Hype - so lange ist es nun erschreckenderweise tatsächlich schon her, seit der erste Band erschienen ist.  Das erste Harry Potter Buch habe ich ziemlich schnell nach seinem Erscheinen geschenkt bekommen. Einmal reingeschaut und (Banause, ich!!) als langweilig abgetan und wieder zur Seite gelegt. Jahre später, da war Harry Potter bei den hippen Kindern schon totaaal angesagt, kam dann – zusammen mit Erscheinen des dritten Bands - endlich auch mir die Erleuchtung.  Von da an wartete ich sehnsüchtig auf jeden neuen Band und den fünften habe ich dann als ersten der Reihe in der Originalsprache gelesen. Man war ich da stolz, als ich den durch und sogar einigermaßen verstanden hatte!

Zusammen mit Harry Potter wurden auch seine Fans erwachsen. (Allerdings etwas schneller.) Und wenn man heute den Anfang mit dem Finale vergleicht, ist von dem Kinderbuch zu Beginn nicht mehr viel übrig. Die Serie wurde stellenweise so dunkel und gruselig, dass ein paar Knallköpfe es sogar geschafft haben, J.K. Rowling Satanismus vorzuwerfen.  Ganz besonders gut gefällt mir die Argumentation, mit der ein sogenannter deutscher „Pastor“  den Satanismus der Bücher beweist:  Der vierte Band kam am 8. Juli 2000 in die Läden, wo Millionen von Kindern sehnsüchtig auf das Erscheinen um Mitternacht (!) warteten. Und dieser 8. Juli war der -Achtung!- 18. Tag („3 mal 6!“) nach dem „satanischen“ Tag des Midsommers. „Diese Bücher wurden mit nach Hause genommen und jedem Exemplar folgte ein realer böser Geist.“ Na Logo, Kollege.  Ich verlink jetzt hier mal nicht, das ist mir zu doof, aber im Internet haben sich herrlich viele Geistesgestörte mit ihren „Rowling ist vom Teufel besessen“-Thesen verewigt.  Einfach mal googeln, ist auf jeden Fall für einen unterhaltsamen Abend gut.

Gerade das erste Harry Potter Buch ist einfach ein Heidenspaß. Harrys ersten Besuch in der Winkelgasse habe ich ungefähr zehnmal gelesen und freue mich jedes Mal wieder über die zauberhafte Atmosphäre die dem Buch entströmt, sobald man es nur aufschlägt. Wie cool wäre es denn bitte, wenn man in der Mensa den Himmel sehen könnte? Wenn das Abendessen einfach von Hauselfen durch den Tisch geschickt würde? Oder man statt langweiligen Sportstunden eine Lektion im Besenfliegen bekäme? Und ich finde eigentlich auch, dass man die Eulenpost generell einführen sollte. Viel umweltschonender. Der erste Streit mit Malfoy, dem kleinen Ekel, ist fast so gut wie die Begegnung  mit Hermine. Als nervige, besserwisserische Streberin müsste die eigentlich unsympathisch sein, aber bei Harry Potter retten die uncoolen Kinder die Welt.

Was soll ich sagen? Natürlich, natürlich, natürlich gehört Harry Potter auf die Liste! Ich hoffe das Kinder die Bücher auch in 200 Jahren noch genauso begeistert lesen werden wie jetzt! 
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