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Donnerstag, 1. November 2012

Wenn Mittelerde in den Urlaub fliegt...

In Zusammenarbeit mit Peter Jacksons Firma WETA Workshop hat Air New Zealand endlich mal ein Flugsicherheitsvideo produziert, bei dem man auch aufpasst. Wie man einen Sicherheitsgurt schließt und wo die Atemmaske herunterfällt wird uns da nämlich nicht von den üblichen desinteressierten Dauerlächlern erklärt, sondern von einer Horde Mittelerde Bewohnern.

Wie geil ist das denn?! Daumen hoch, Air New Zealand, Daumen hoch.


Mittwoch, 19. September 2012

Oh my god, oh my god... neuer Hobbit Trailer!

... und sooooo gut! Bin schon ganz aufgeregt!

Man sieht deutlich, dass der Hobbit ein Kinderbuch ist, erinnert mich alles ein bisschen an Narnia. Aber Gandalf ist wieder da! Und Galdriel auch...

oooh ich bin so aufgeregt!

Ps: Ich hab mein Zugticket für die Frankfurter Buchmesse gestern gekauft! Werde beide Tage am Wochenende da sein. Wer kommt noch?





Dienstag, 11. September 2012

Entkleidet euch! (zwei meiner Lieblingsszenen aus LOTR II: Die zwei Türme)

Als ich die Rezension zum ersten Teil der Herr der Ringe Trilogie geschrieben habe, war ich mit den zwei Türmen auch schon fast durch. Der zweite Teil ging für mich wesentlich locker flockiger zu lesen als die Gefährten, was evtl. daran liegen könnte, dass das Buch sich ja wirklich kaum vom Film unterscheidet.

Zwei meiner Lieblingsszenen in Teil zwei sind Schuld am Titel dieses Posts: ENTKLEIDET EUCH!
Mir ist nämlich, als ich gerade meine Markierungen durchgeguckt habe, aufgefallen, dass beide Szenen mit dem gleichen Satz eingeleitet werden: "he threw back his cloak". Die erste Szene gehört auch schon im Film zu meinen Lieblingsszenen, die zweite Szene ist im Film etwas abgeändert.

Szene 1: "You have no power here Gandalf the grey!"

Gandalf "exorziert" Theoden via

Da sitzt ja im Film dieser verschrumpelte, halbtote König Theoden auf seinem Thron und wird von Grima Schlangenzunge mit Lügen gefüttert. Gandalf, der am Eingang geschickt die Wachen bezirzt hat ("Wollt ihr einem alten Mann wirklich seine Gehstütze abnehmen?!") verliert jetzt aber endgültig die Geduld, was im Buch nicht weniger beeindruckend ist als im Film:
Gandalf softly sang and then suddenly he changed. Casting his tattered cloak aside (!), he stood and leaned no longer on his staff; and he spoke in a loud, clear voice.
"The wise speak only of what they know, Grima, son of Gálmod. A witless worm you have become. Therefore be silent, and keep your forked tongue behind your teeth. I have not passed through fire and death to bandy crooked words with a serving man till the lightning falls."
He raised his staff. There was a roll of thunder. The sunlight was blotted out from the eastern windows; the whole hall became suddenly dark night. The fire faded to sullen embers. Only gandalf could be seen, standing white and tall before the blackened hearth.

Ziemlich viel action, gell? Im Buch wird es dann allerdings einfach wieder hell und Theoden ist geheilt. Hollywood hatte dazu ein wenig mehr zu sagen, wie ihr im Filmausschnitt gerne nochmal bewundern dürft. Und zack, baaam, knallt da plötzlich ein Saruman auf den Boden. Ob man diesen Exorzismus jetzt dermaßen hätte deutlich machen müssen (keine Spur von Saruman im Buch übrigens!) weiss ich nicht, aber diese Szene fand ich jedenfalls sowohl im Buch wie auch im Film ziemlich spektakulär. Auch die Szene vor dem Umhang wegschmeißen wurde in Hollywood etwas aufgepusht. Im Buch schafft Gandalf es ziemlich unbelästigt zum Thron, wo Grima Schlangenzunge sich Gimlis ewige Feindschaft sichert, indem er eine böse Bemerkung über Galadriel macht. "Then it is true, as Eomer reported, that you are in league with the sorceress of the golden Wood? It is not to be wondered at: webs of deceit were ever woven in Dwimwordene."
Abgesehen davon, das Gandalf nun ein kleines Liedchen zu Ehren Galadriels singt, passiert aber darauf nicht viel. Dagegen müssen unsere drei feisten Krieger sich ja im Film ziemlich durchboxen, bis sie endlich am Thron ankommen. Ziemlich cooler Stunt von Legolas übrigens.




Szene 2: "You would die before your stroke fell!"

 Die zweite Szene in der ein Mantel fällt, ist die Ankunft der drei Freunde in Rohan. Vorher gibt es aber erst noch eine etwas spannungsgeladene Begrüßung zwischen Eomers Reitern und Legolas, Gimli und Aragorn. Nicht zuletzt weil Gimli (wer könnte ihn nicht lieben) im Verhältnis zu seiner Körpergröße mal wieder eine ziemlich große Klappe aufweist. 

" I am Èomer son of Éomund, and am called the Third Marshall of the Riddermark."
(Auftritt Gimli:) "Then Èomer son of Éomund, Third Marshall of the Riddermark, let Gimli the dwarf Glóins son warn you against foolish words. You speak evil of that which is fair beyond the reach of your thought, and only little wit can excuse you."
Èomer´s eyes blazed, and the Men of Rohan murmurred angrily, and closed in, advancing the spears. "I would cut off your head, beard, and all, Master Dwarf, if it stood but a little higher from the ground," said Èomer.
"He stands not alone." said Legolas, bending his bow and fitting an arrow with hands that moved quicker than sight. "You would die before your stroke fell."


In Rohan: Die erste Begegnung mit den Rohirrim (via), Èomer sieht von der Drohung weniger beeindruckt aus, als man das so erwarten würde mit einem Pfeil zwischen den Augen...

Auch wenn ich zugegebenermaßen Legolas hier ziemlich cool finde, ist es Aragorn, der die Szene rettet und einen Kampf vermeidet. Indem er - na was? - seinen Mantel auszieht! (Ahäm.)

Während Aragorn nämlich im Film (siehe unten) einfach nur dazwischen geht und kurz erklärt wer er ist - kann man leider hier nicht sehen, weil auf Youtube irgendein Horst alle Szenen so umgeschnitten hat, dass Èomer jetzt den Helm abnimmt und ein böses Schimpfwort zum besten gibt - geht das ganze im Buch deutlich dramatischer zur Sache. Da haut Aragorn nämlich richtig auf die Kacke äh- die Pauke (?) (Hallo Mama, schön dass du jetzt auch mitliest!) , inklusive Elfenvergangenheit und Königszukunft. Und das ist - surprise - extrem sexy. Die Szene hätte ich im Film echt vermisst glaub ich, wenn ich das Buch nicht erst später gelesen hätte.

Aragorn threw back his cloak. The elven-sheath glittered as he grasped it, and the bright blade of Andurìl shone like a sudden flame as he swept it out. 
"Elendil!" he cried. "I am Aragorn son of Arathorn, and am called Elessar, the Elfstone, Dùnadan, the heir of Isildur Elendil`s son of Gondor. Here is the sword that was broken and is forged again! Will you aid me or thwart me? Choose swiftly!"
Gimli and Legolas looked at their companion in amazement, for they had not seen him in this mood before. He seemed to have grwon in stature while Èomer had shrunk; and in his living face they caught a brief vision of the power and majesty of the kings of stone. For a moment it seemed to the eyes of Legolas that a white flame flickered on the brows of Aragorn like a shining crown.



Dienstag, 21. August 2012

"My brother. My captain. My king!" Oder auch nicht. [Rezension LOTR - Die Gefährten]


Wir erinnern uns kurz mal an folgende Szene:




Wahrscheinlich eine der bewegendsten Szenen der Filmgeschichte. Hab. Ich. Geheult!
Deswegen war ich innerlich auch ganz aufgewühlt als Buch eins der Herr der Ringe Saga sich dem Ende neigte. Jemand hatte mir vor Jahren mal erzählt, Boromirs Tod sei im Buch noch viel schlimmer als im Film. Tja, entweder springe ich extrem auf Hollywood Effekte an, oder besagter Herr hatte das Buch überhaupt nicht gelesen. 

"I would have followed you. My brother. My captain. My king!"
So ergreifend. So heroisch. Und so - überhaupt nicht existent. Das ist nun die zweite meiner beiden Lieblingsszenen des Filmes, die überhaupt nicht im Buch steht. Während allerdings Arwens Flusszauberszene im Buch zwar anders, aber nicht weniger spektakulär verläuft, war ich von Boromirs Abschiedsszene einfach nur enttäuscht. Peter Jackson wusste schon was er tat, als er die Szene umgeschrieben hat, die im Original folgendermaßen klingt:

"Farewell Aragorn! Go to Minas Tirith and save my people! I have failed."
"No!" said Aragorn, taking his hand and kissing his brow. "You have conquered. Few have gained such victory. Be at peace! Minas Tirith shall not fall!"
Boromir smiled.
"Which way did they go? Was Frodo there?" said Aragorn.
But Boromir did not speak again.

Das wars. Aragorn kniet danach noch ein bisschen weiter, weint und fragt sich wie es weitergehen soll - aber von heroischen Worten keine Spur.

Nicht nur bei den spekatkulären Szenen bin ich froh, dass ich den Film gesehen und geliebt habe, bevor ich die Bücher gelesen habe. Wie ihr ja von hier wisst, hatte ich zu Anfang deutliche Probleme, überhaupt in die Geschichte reinzukommen. Dann hat sie mich aber schließlich doch noch gepackt und wieder tief in ihren Bann gezogen, genauso wie es mir schon damals mit den Filmen ging. Zwischendurch war ich sogar so vertieft, dass ich einen Freund angefaucht habe, der über das nächste Buch sprechen wollte. 
"Pssst! NICHT VERRATEN WAS PASSIERT!"
"?... Mila, du hast die Filme doch schon gesehen, du WEISST doch schon, was passiert!"

Vor allem die Elben Szenen haben es mir angetan, allen voran die Lothlorien Szene, die im Film ja deutlich verkürzt war. Außerdem hatte ich Galadriel aus dem Film als ziemlich unsympathisch in Erinnerung, aber da lag ich ja komplett falsch. Gimli würde mich einen Kopf kürzer machen, wenn er das wüsste.
Überhaupt, Gimli. Gimli ist neben den Hobbits der einzige Charakter, der ein bisschen Leichtigkeit in die Dialoge bringt. Seine Kommentare sind nämlich, genau wie im Film in dem sie oft eins zu eins übernommen wurden, ziemlich genial und sarkastisch. Leider hatte ich bei Dialogszenen insgesamt aber echt ein Problem mit Tolkiens Erzählweise. Hätte ich nicht aus dem Film schon gewusst, wie ich manche Charaktere einzuschätzen habe, wären sie mir im Buch wahrscheinlich nicht mal aufgefallen. Tolkien hat die Dialoge komplett puristisch runtergeschrieben, ohne jemals hinzuzufügen, in welchen Ton sie gesagt werden, oder welchen Gesichtsausdruck jemand dabei hat. Bei mir hat das dazu geführt, dass ich manche Schlüsselszenen fast komplett überlesen hätte, wenn ich nicht aus dem Film noch gewusst hätte, wie wichtig/ lustig/ ergreifend sie waren. 

Insgesamt würde ich die Erzählweise als sehr unaufgeregt beschreiben. Szenen in denen irgendwelche Landschaften beschrieben werden (was mir übrigens sehr gut gefallen hat, beschreiben kann er, der Herr Tolkien!) sind nicht selten länger als die Schlüsselszenen des ganzen Buches. Eine Beispiel ist die Balrog-Szene in Moria. Gerade mal eine halbe Seite zwischen "Gleich sind wir draußen" und "Scheiße, ein Balrog" und dann ist Gandalf auch schon weg. "Fly, you fools!" he cried, and was gone." Alles geht so schnell und wird so wenig beschrieben, das ich wahrscheinlich garnicht so richtig geschnallt hätte, was da überhaupt passiert ist, wenn ich den Film nicht schon gesehen hätte.

YOU! CANNOT! PASS! (via)

 Insgesamt würde ich aber jedem, der die Filme geliebt hat, auch empfehlen, die Bücher zu lesen. Es braucht ein bisschen Anstrengung, um sich durch die ersten hundert, evtl. durch die ersten zweihundert Seiten zu kämpfen, aber die vielen kleinen Geschichten und Information die man dann zusätzlich zum Film erhält, sind es wert. Auf spektakulär beschriebene Hollywood Szenen muss man zwar größtenteils verzichten, aber dafür gibt es ja dann die Filme. Die Bücher waren für mich auch super, um endlich die vielen kleinen Details zu erfahren, die ich im Film zwar so hingenommen, aber nicht wirklich verstanden habe; z.B.
- warum können Frodo und Sam wochenlang von ein paar Scheiben Lembasbrot leben?
- wieso ist Aragorn so dicke mit dem Elbenvolk?

Der letzte Punkt, nämlich das Aragorn seine Eltern verloren hat und nichtsahnend bei Elrond aufgewachsen ist, war aber wirkliche eine Überraschung für mich. Übrigens erfährt man diese ganzen Dinge auch im Buch überhaupt nicht, sondern nur im Appendix. Da erfährt man dann auch, dass Aragorn und Arwen verlobt sind. Im Buch wird diese Verbindung höchstens mal mit einem Wimpernschlag angedeutet. Interessiert aber wahrscheinlich auch nicht sonderlich, weil Arwen eigentlich überhaupt nicht im Buch vorkommt.  Es gibt eine Miniszene (vielleicht 3 Sätze), in der Frodo "Die Elbenprinzessin" aus der Ferne sieht und danach wird sie nie wieder erwähnt. Deshalb ist die Abendstern Szene natürlich Quatsch. (Also kommerziell war sie für die Herr der Ringe Schmuckverkauf-Maschinerie wahrscheinlich sehr sinnvoll, nur eben komplett ausgedacht.) Insgesamt sind Frauen in Tolkiens Welt größtenteils nicht vorhanden. Auch deshalb bin ich froh, dass ich die Filme vorher gesehen habe, denn ansonsten hätten mich die romantischen Anklänge der Verfilmung wahrscheinlich eher genervt. Im Buch fehlen sie nämlich eigentlich nicht. 
(Eine derartige Erfahrung hat mir übrigens der siebte Harry Potter Film beschert. Diese furchtbare Szene als Harry und Hermine im Zelt miteinander tanzen und sich tief in die Augen schauen, hat mir fast den Magen umgedreht. Wo kam das denn her?!)

Einen Punkt muss ich noch erwähnen: Wie cool ist Sam?! Im Film wesentlich cleverer ausgelegt als im Buch, ist Sam der typisch gutherzige Nebencharakter. Er hält sich selbst nicht für den Hellsten und seine Kommunikationsweise bestätigt das, aber seine Gedanken sind so treffend und scharf, das dem Leser ziemlich schnell klar wird, das ohne Sam nicht viel laufen würde! Außerdem ist er dabei so gnadenlos mit sich selbst, dass man Sam einfach liebhaben muss.
"Whoa, Sam Gamgee!" he said aloud. "Your legs are too short, so use your head! Let me see now! Boromir isn´t lying, that´s not his way; but he hasn´t told us everything. Something scared Mr. Frodo badly. He screwed himself up to the point, sudden. He made up his mind at last - to go. Where to? Off east. Not without Sam? Yes, without even his Sam. That´s hard, cruel hard."
Sam passed his hands over his eyes, brushing away the tears. "Steady, Gamgee!" he said. "Think, if you can! He can´t fly across rivers and he can´t jump waterfalls. He´s got no gear. So he´s got to get back to the boats. Back to the boats! Back to the boats, Sam, like lightning!"
Ich hätte am liebsten laut applaudiert!

Fazit
Bezaubernd wie der Film, nur etwas langatmig. Dafür hat man aber länger etwas davon. Außerdem sollte man dem Buch beim Lesen auf jeden Fall seine Aufmerksamkeit schenken, sonst ist am Ende jemand gestorben und man hat es gar nicht mitbekommen. 

Mit dem zweiten Band bin ich mittlerweile auch schon durch, stay tuned! 
So das wars nun aber zum ersten Band.
Ach nee, eins noch...
Sollte anstatt von "Zufahrt verboten" Schildern eingeführt werden (via)


Sonntag, 12. August 2012

Direktverbindung ins Auenland (Oder: Warum meine Freunde manchmal denken, ich spinne)

Nach 10 Tagen Norwegen fast komplett ohne Internet melde ich mich heute aus dem Urlaub zurück. Das Land ist unglaublich schön, mit atemberaubenden Landschaftsszenarien und einer ziemlich verwunschenen Atmosphäre. Für mich gab es noch einen großen Schuss Zauberwelt obendrauf, weil ich ja - der geneigte Leser wird es wissen - die perfekte Norwegen Lektüre mit dabei hatte! Wir waren in einer ziemlich großen Gruppe unterwegs, deshalb bin ich nicht so oft zum Lesen gekommen wie erwartet, aber mit dem ersten Teil der Herr der Ringe Saga bin ich jetzt durch. (Eigentlich bin ich sogar schon bei der Zerstörung Isengards angekommen.) Eine Rezension wird noch folgen, aber erstmal soviel: Ich bin sooo froh, dass ich nicht nach den ersten 200 Seiten abgebrochen habe! Mit meinem Elbentick hat mich natürlich besonders die ausführliche Lothlorien-Szene bezaubert, in der Gimli mit seiner Bitte, eine Locke der Elbenkönigin mitnehmen zu dürfen, ja wohl den Vogel abschießt. Der mausert sich noch zu meinem Lieblingscharakter, passt mal auf.

Insgesamt war es aber einfach eine unglaubliche Erfahrung, gerade dieses Buch zu lesen, während ich in Echtzeit nebenbei durch Mittelerde gewandert bin! Glaubt ihr mir nicht? Ich lasse mal Bilder sprechen.
Der Abschied vom Auenland.  (Bei genauem Hinschauen lassen sich die durch Grasdächer getarnten Hobbithäuschen erkennen.)

Die Direktverbindung meiner Mitwanderer zum Auenland wollte sich irgendwie nicht so einstellen, deshalb habe ich kräftig nachgeholfen. 
So etwa alle 10 Minuten. 

"... guck mal da unten in dem Fluss könnte Gollum den Ring gefunden haben."
"... die Landschaft verändert sich, ich glaube, wir sind in Rohan angekommen."
"... und wenn wir die Wanderung geschafft haben, könnten wir im tänzelnden Pony noch was trinken?"
"... Oh scheiße." "Was denn, Mila?!" "Dein Kugelschreiber ist blau!" "Ja... und?" "DA SIND ORKS IN DER NÄHE!"
"... und wusstet ihr, dass Aragorn TAUSENDE VON JAHREN jünger ist als Arwen?" (Ja, ich hab auch den kompletten Index gelesen!)
"... und von Elben aufgezogen wurde? Er wusste nicht mal, dass er Isildors Nachfahre ist."
"... Ich habe dir gestern schon gesagt, ich will keinen Nutella auf mein Lunchpaket, ich will Lembasbrot! Nie hörst du mir zu!"

und mein Lieblingsmoment, als wir bei einer Wanderung alle hintereinander gelaufen sind und ich beim Zählen auf einmal gemerkt habe, dass wir tatsächlich neun sind (da musste selbst ich grinsen): "...OH MEIN GOTT, WIR SIND DIE GEFÄHRTEN!!!"

Die Neun (2 sind nicht im Bild)
Es gab da diesen einen Moment am Kjerag Bolten, der ein Stein ist. Ein Stein, der 1000 Meter in der Luft von zwei Felsspalten eingeklemmt wird und der sich hervorragend dazu eignet für ein Angeberfoto sein Leben zu riskieren. Als wir dort ankamen, nach 2-3 stündiger Wanderung, waren wir klatschnass und durchgefroren und meiner Meinung nach war es einfach nur KOMPLETT UND TOTAL IRRE sich auf diesen blöden Stein zu stellen, bei dem man in dem Regen nur einmal ausrutschen muss UM SICH DEN HALS ZU BRECHEN! Ich stand mit meiner (zugegeben von leicht irrationaler Höhenangst geprägten) Meinung aber alleine da, und alle anderen sind fröhlich auf einem Quadratmeter Selbstmordgefahr herumgehüpft. Aber NUN STELLT EUCH DOCH MAL FOLGENDES VOR: 

Du stehst da auf einem (klitzekleinen) Stein mitten im nichts. Nichtsahnend. Das Fotoshooting für das idiotischste Angeberfoto des Jahres ist fast abgeschlossen. Du willst gerade den Schritt zurück auf sicheren Boden wagen, doch dann verdunkelt sich auf einmal der Himmel. Du hörst gerade noch den verzweifelten Warnschrei eines deiner treuen Gefährten: "NAAAAZGUUUUL!", bevor du aus lauter Panik einen Zentimeter daneben trittst und in die Tiefe fällst. Mit dem Ring (Der natürlich um DEINEN Hals hängt, immer bleibt alles an dir hängen!) landest du in einem eiskalten Fluss, der Ring wird später gefunden, du nicht. Na toll, du tot, Ring weg, Geschichte zu Ende.
ODER wir landen in Szenario 2: Du hörst gerade noch den verzweifelten Warnschrei eines deiner treuen Gefährten: "NAAAAZGUUUUL!" und erstarrst aus lauter Panik zur Salzsäule. Mitten im Nichts auf einem winzig kleinen Stein, ohne Deckung. Der fliegende Nasgul braucht dich dann nur noch abpflücken, der Ring ist verloren und die Geschichte ist zu Ende.

Merkt ihr was? Egal wie man es dreht und wendet, man sollte sich nicht auf einen Stein stellen, der MITTEN IM NICHTS in der Luft rumhängt. Es wird euch überraschen zu hören, das meine Freunde sich an meiner vollkommen wasserdichten Argumentation überhaupt nicht gestört haben. Kein Wunder, dass niemand DENEN den einen Ring anvertraut hat.
Kjerag Bolten ... mit vier Beinen würd ich mich da evtl. auch drauf stellen (nicht mein Foto. via). 

Ich geh dann jetzt mal den Palantir begutachten. Schlangenzunge hat uns (mich und meine Gefährten, hallo?) gerade damit beworfen, auch wenn die Verfilmung das vergessen hat zu zeigen.

... und dann auf nach Mordor!

Mittwoch, 25. Juli 2012

So nennet mich "Miládriél"!

Wie mir nach meinen ersten Erfahrungen von hier schon einige von euch mitgeteilt haben, ist es keine gute Idee den Herr der Ringe als Hörbuch zu beginnen, zumindest nicht beim ersten mal. Dann kann man nämlich nichts überblättern und es könnte passieren, dass man, so wie ich, irgendwann einfach abschaltet. Zwischenzeitlich hat sich das Hörbuch für mich aber als Glücksfall erwiesen. Denn beim Buch hätte ich wohl einfach irgendwann angefangen die Lieder und Gedichte zu überblättern. Da sie mir nun aber vorgetragen wurden, habe ich doch immer mit halbem Ohr hingehört, vor allem wenn sie ausnahmsweise einmal nicht gesungen, sondern als Gedicht vorgetragen wurden. Ich liebe Gedichte.
Vor allem, wenn sie von Aragorn vorgetragen werden!

Erstmal vorweg: Ich habe letztendlich nichts übersprungen. Was sehr schlau war, denn ich wäre wirklich traurig gewesen, die erste Begegnung mit Strider im Prancing Pony zu verpassen. Die komplette Szene war ja im Film sehr nahe am Buch gehalten, aber ein paar Kleinigkeiten werden einfach klarer im Buch. Und ganz zauberhaft finde ich die Geschichte um das kranke, kleine Pony, das die Hobbits aus Bree mitnehmen und das erst auf dem Weg so richtig aufblüht. Die Begegnung auf der Wetterspitze wird auch viel klarer, warum Frodo die Schatten sieht, warum es ihm so schlecht geht, etc.
In der Nacht vor diesem Drama gibt es allerdings eine Szene, in der Aragorn ein Gedicht vorträgt. Eigentlich ist es "a song in the mode that is called ann-thennath among the elves, but it is hard to render in our common speach, and this is but a rough echo of it": Es handelt sich um die Erzählung von Lúthien Tinúviel. Der erste Vers klingt folgendermaßen:

"The leaves were long, the grass was green,

The hemlock-umbels tall and fair,
And in the glade a light was seen
Of stars in shadow shimmering.
Tinuviel was dancing there
To music of a pipe unseen,
And light of stars was in her hair,
And in her raiment glimmering."

Uuuund es war wieder um mich geschehen! Schon als ich "Die Gefährten" zum allerersten Mal gesehen habe, bin ich den Elben hoffnungslos verfallen. Ich hab alle Szenen, in denen auch nur ein Fitzelchen elbisch gesprochen wird ungefähr 200 mal gesehen und die folgende Szene - leider in schlechter Qualität - ist eine meiner Lieblingsszenen aus allen drei Teilen (dazu gleich mehr)



Auch wenn ich nicht ganz so Elben-besessen war wie einige meiner Freunde, die tatsächlich damals elbisch gelernt haben - regelmäßig wesentlich motivierter als französisch oder Latein! - finde ich "The tale of Tinúviel" so schön, dass es sich allein dafür schon gelohnt hat, die Reise abzuwarten. 

Bei der Flussszene war ich übrigens ziemlich irritiert. Arwens Fluss-Zauber, der mich immer so fasziniert hat, den ich AUSWENDIG konnte und der übrigens abgetippt ungefähr folgendermaßen aussieht:
“Nîn o Chithaeglir 
lasto beth daer;
Rimmo nîn Bruinen 

dan in Ulaer!” 

bzw. so:
Arwens Flusszauber, Bild via
EXISTIERT im Buch überhaupt nicht!!! Nicht nur das: Arwen kommt in der Szene überhaupt nicht vor. Das hat mich ja ehrlich gesagt ganz schön traurig gemacht. Fast so, als wäre mein Lieblingsbuch falsch verfilmt worden. Hier ist es zwar umgekehrt, aber das Gefühl ist das Gleiche. Allerdings bin ich durch die Originalszene einigermaßen entschädigt worden, denn auch die hat es in sich. Kurz bevor der Fluss sich nämlich in pferdförmige Wassermassen verwandelt - das hab ich nicht verstanden, wo kam das her? - und die Reiter wegreißt, steht Frodo Ihnen auf der anderen Flussseite gegenüber. Ganz alleine und halbtot. Und durch den Ring dazu angespornt sich zu ergeben.

Aber Frodo, dieser schwache, völlig ausgezerrte kleine Hobbit, fast tot vor Angst, SETZT SICH IN SEINEM SATTEL AUF UND ZIEHT SEIN SCHWERT! Er ganz alleine. Wie konnten sie das aus dem Film streichen, das ist so wichtig!

“Go back!” he cried. “Go back to the Land of Mordor and follow me no more!” His voice sounded thin and shrill in his own ears. …His enemies laughed at him with a harsh and chilling laughter. “Come back! Come back!” they called. “To Mordor we will take you!” 

“The Ring! The Ring!” they cried with deadly voices; and immediately their leader urged his horse forward into the water, followed closely by two others... 

“By Elbereth and Luthien the Fair,” said Frodo with a last effort, lifting his sword. “You shall have neither the Ring, nor me!” 

Ich bin jetzt übrigens mit dem ersten Buch durch und wesentlich begeisterter als bei meinem letzten Eintrag. Der Tolkiensche Zauber hat mich immer noch fest in seinen Fängen - auch wenn ich zwischendurch kurz "Divergent" durchgelesen habe, Rezension folgt - und ich habe jetzt schon sehr viel mehr Respekt vor Frodo, als jemals im Film. Vielen Dank für eure Tips, gut dass ich den ersten teil nicht übersprungen habe!

Sonntag, 22. Juli 2012

Ein Ring sie einzuschläfern?!

Erstmal möchte ich euch eine unglaubliche Entdeckung mitteilen, die mich völlig umgehauen hat. Ich weiss nicht, ob ihr das wusstest (oder ihr vielleicht sogar auch so jemand seid) aber es gibt anscheinend Menschen, die lesen ihr Lieblingsbuch auf Band, unterlegen das ganz kunstvoll mit Musik und stellen es dann für jeden frei zugänglich auf Youtube. Einfach nur weil sie möchten dass auch andere Menschen Zugang zu ihrer Lieblingsliteratur haben. Auf deutsch gibt es auch ganz viele selbst aufgenommene Hörbücher, einfach mal bei Youtube gucken. Hiermit ein riesengroßes Dankeschön an die Sprecher, ich weiss was für eine enorme Arbeit es ist, ein Hörbuch aufzunehmen. Das umsonst und für alle frei zugänglich zu tun, verdient wirklich Respekt!
Das alles habe ich im Zuge meiner Audiobook Recherche zu Lord of the Rings herausgefunden, von dem ich mir vorgenommen habe, dass es mein erstes Hörbuch wird. Gefunden habe ich die Version von Rob Inglis, in einem wundervollen Englisch, und unterlegt mit Musik. Ich bin total begeistert.

Nun zum Inhalt
Soooo. Ihr hattet mich ja schon vorgewarnt. "Sterbenslangweilig, schwieriger Einstieg, erste 200 Seiten nevtötend, 50 Seiten Beschreibung für einen Stein..". sowas in der Art.

Beginnen würde ich gerne mit dem absolut charmanten Geburtstag von Bilbo und Frodo, eine ganz zauberhafte Party war das, auch wenn ich über Frodos Alter gelinde erstaunt war (Elijah Wood nämlich, nur ein paar Jahre älter als ich, war vor 10 Jahren demnach ein wesentlich jüngerer Frodo als das Buch es beschreibt, aber wir sind ja nicht so.) Der Film hat hier auch alles sehr nah am Buch gehalten und ich hab mich über die zusätzlichen kleinen Szenen total gefreut, weil wer verlängert nicht gerne Szenen, die er  sowieso liebt?

Wisst ihr welchen Filmabschnitt ich nicht so toll fand? Die Reise durchs Auenland. Die dauert im Film ja ewig, und ständig wird sie auch noch von fiesen schwarzen Reitern unterbrochen, was sich folgendermaßen abspielt: Pferd kommt, Reiter schnüffelt, Frodo zittert, Pferd geht, Reiter kreischt. Und das ganze wiederholt sich. Im BUCH wiederholt sich die Szene nicht einmal, sondern gefühlte zehn mal. Wer verlängert schon gerne Szenen, die er eh doof findet?


"SCHNÜFF! Hm, Seltsam, von Mordor bis hier konnte ich sie noch riechen, aber HIER hört die Pfärte PLÖTZLICH auf! Naja, doof, dreh ich halt wieder um... Das war lustig, das mach ich jetzt noch ein paar mal!" Bild via

Tja und dann... latschen sie. Und latschen.
Beziehungsweise fangen sie erst an zu latschen, als Frodo denn dann endlich mal losgelaufen ist, vorher muss er nämlich noch sein Haus verkaufen, was zwar mit einigen humorvollen Kommentaren unterlegt ist, sich aber eeeeewig hinzieht. Nicht so ewig allerdings, wie dem geneigten Kinobesucher plötzlich im Buch die Zeit zwischen Bilbos Verschwinden und Frodos Aufbruch vorkommt. Als dann endlich mal die ganze Mordor Aufregung auch im Auenland ankommt - dieser Umbruch und die Bedrohung die von Mordor ausgehen werden im Buch übrigens sehr viel besser und eindrucksvoller beschrieben - ist Frodo nämlich schon 50 Jahre alt! Das nimmt man Elijah Wood nun wirklich nicht mehr ab. Gut dass der gleich losgestürmt ist. Und auch irgendwann ANGEKOMMEN ist.

Kinder, ich bin bei Teil 5 im Hörbuch, was bedeutet, ich bin jetzt irgendwo auf Seite 100 nach 5 Stunden zuhören. Es passiert NICHTS (außer oben beschriebener Widerholungsszene). Während das Hörbuch läuft hab ich hier aufgeräumt ein bisschen gebastelt und rumgewerkt und auf einmal gemerkt, dass ich schon seit einer ganzen Weile nicht mehr aufpasse. Mein Gehirn hat irgendwann abgeschaltet, als sie im Bad in Frodos neuem Haus (warum müssen sie da überhaupt vorbei?!) Bilbos Lieblingslied singen (singen tun sie nämlich gerne, in jeder möglichen und unmöglichen Szene, hauptsache Seiten lange Strophen. Für alle Interessenten hier Bilbos Badelied:
Sing hey! for the bath at close of day
that washes the weary mud away!
A loon is he that will not sing:
O! Water Hot is a noble thing!

O! Sweet is the sound of falling rain,
and the brook that leaps from hill to plain;
but better than rain or rippling streams
is Water Hot that smokes and steams.

O! Water cold we may pour at need
down a thirsty throat and be glad indeed;
but better is Beer, if drink we lack,
and Water Hot poured down the back.

O! Water is fair that leaps on high
in a fountain white beneath the sky;
but never did fountain sound so sweet
as splashing Hot Water with my feet!

(Ihr seit aber keine Interessenten? Ich auch nicht. Pech für uns würd ich sagen.)

Jedenfalls hat sich das Hirn irgendwann wieder eingeschaltet als sie bei dem Typen auf der Farm angekommen sind, der mit dem Hund. Ich hab mir den Namen nicht gemerkt. Bei dem war der schwarze Reiter auch schon gewesen (Pferd kommt, Reiter zischt "Baaaaggiiiiins", Typ mit Hund sagt "Näää, hier nicht, verzieh dich. Und nicht über mein Feld, sonst setzt es was!", Pferd geht, Reiter kreischt.) Und dann kam lange bla und Gehirn schaltete sich wieder aus.

Und dann wieder an, da lagen drei kleine Hobbits (oder vier?) bewegungslos irgendwo rum und da war ein Geist glaub ich. Warum war der da? Wo kam der her? Keine Ahnung, der hatte eine große grüne Hand glaube ich. Kann aber auch nur das Bild im Hörbuch gewesen sein. Und dann wird der Geist verjagt, wahrscheinlich durch Gesang. Oder so. Und irgendwie hat Frodo vorher schon wieder den Ring aufgehabt, was ist so schwer an dem Satz "BENUTZ DEN RING NICHT" ?!

Also ehrlich gesagt hab ich das Gefühl, dass sie im Film schon ziemlich genau wussten, warum sie bestimmte Szenen auslassen. Die einzigen Szenen die bei mir bis jetzt hängen geblieben sind und die ich nicht schon aus dem Film kannte, ist das Abendessen mit den Elben. Das ist wirklich toll. Und wie gesagt haben mir die sich steigernden Anzeichen der dunklen Bedrohung wirklich gut gefallen, etwa wie man nahe des Auenlands jetzt viel mehr Elben sieht und allerhand Gestalten die in eine bestimmte Richtung ziehen. Der gemeine Hobbit kriegt natürlich davon nicht viel mit, aber als aufgeklärter Leser (bzw. Hörer) weiss man ja was so abgeht mit dem Auge.

Wie auch immer, ich hatte dann ein klärendes Telefongespräch mit meinem Liebsten, der sich gerade in den Ferien befindet:
Mila: "Sag mal, du hast doch den Herr der Ringe gelesen oder"?
Liebster: "Hab ich, war Hammer, warum?"
Mila: "Ich bin auf Seite 100. PASSIERT DA AUCH WAS?"
Liebster: "Achso. Ich weiss was du meinst, hast du am Anfang angefangen?"
Mila: "... Äh?!"
Liebster:" Hab ich mir schon gedacht. Mach den ersten Band mal zu und im letzten Drittel wieder auf. Den Rest der Trilogie kannst du dann so weglesen, Teil zwei und drei hab ich am Stück in zwei Tagen gelesen."

Hm. Hier kommt ihr ins Spiel. Irgendwelche Meinungen? Übereinstimmungen, Tips, Zweifel, Beschimpfungen? (Alle Tolkien Fanatiker wollen mich jetzt wahrscheinlich grillen.)
Eigentlich will ich jetzt nicht so viele Seiten überblättern, die müssen doch jetzt demnächst wohl irgendwann mal im Tänzelnden Pony ankommen und dann kommt doch ARAGORN!!! Und ich verpass ja nicht freiwillig eine Szene mit Aragorn, ich bin ja nicht blöd. Ratschäge, bitte!

Noch Fragen?! (Bild via)
Wisst ihr was aber trotz allem das Seltsame ist? Ich war diese Wochenende die ganze Zeit weg, auf einer Zeltparty und am Strand. Sauschön und total viele nette Leute, hat richtig viel Spaß gemacht. Und TROTZDEM war ich irgendwie die ganze Zeit geistig im Auenland. Es ist mir trotz aller Langatmigkeit nicht gelungen, mich auch nur für ein Wochenende vom Tolkienschen Zauber zu befreien. Wenn man einmal wieder drin ist, gibt es kein Entkommen. Mitgehangen, mitgefangen. Jetzt bin ich schon auf Seite 100, jetzt kriegen wir den Scheißring auch irgendwie nach Mordor
.

Freitag, 20. Juli 2012

"Also dürfen die Deutschen doch noch erfahren, was ein Hobbit ist..."

Gestern habe ich mich endlich getraut. Ich habe angefangen, zum ersten Mal in meinem Leben "The Lord of the Rings" zu lesen. Als ich vor über 10 Jahren (!) den ersten Teil der Herr der Ringe Trilogie im Kino sah, hatte ich nur den kleinen Hobbit gelesen und keine Ahnung von der Schlacht um Mittelerde. Ich kannte zwar deshalb natürlich Bilbo, Gollum und den Ring, hatte aber zum Beispiel keine Ahnung, dass "Die Gefährten" der erste Teil einer Trilogie war. Dementsprechend verwirrt war ich, als der Film plötzlich ohne erkennbaren Grund zu Ende war. Der Hype ließ aber nicht lange auf sich warten und zwei Jahre später schlug ich mir in einer 12-stündigen "Lord of the Rings Night" zur Premiere von "The Return of the King" die Nacht um die Ohren. Die Karte dafür war ein Geschenk zu meinem 16. Geburtstag und ich weiß noch, dass vor lauter Aragorn Anschmachten auch noch Nachts um drei topfit war. Zu Weihnachten musste es dann natürlich der "eine" Ring sein, den ich danach mindestens fünf Jahre lang nicht mehr abgenommen habe (weit ins Studium hinein)!


The fellowship of the Ring. LOTR Part I (2001) via
Ich kann nicht mehr zählen wie oft ich danach die Filme gesehen hab, vor allem den dritten Teil. Als ich mich das erste mal an die englische Version getraut habe, fand ich den Klang von "From the ashes a fire shall be woken..." so schön, dass ich die Szene ungefähr 30 mal wiederholt habe. (Kein Scheiß!)
Trotz alledem, die Bücher habe ich nie gelesen. Aber da ich ja nun hier diese Liste, blubb, ihr wisst schon... und Herr der Ringe steht auf dem ersten Platz! 

Bevor ich euch nun aber an meinen Erfahrungen teilnehmen lasse möchte ich heute erstmal kurz zur Einführung in die Welt der Hobbits auf einen Spiegelartikel aus dem Jahr 1969 verweisen. In dem Jahr wurde die "gewaltige Phantasiewelt mit Namen "Mittelerde" nun endlich auch für die Bundesrepublik entdeckt". Da kam nämlich die allererste deutsche Übersetzung heraus. Allerdings erst ein paar Wochen nach dem Artikel. Der Spiegel hat sich deshalb, mit wahrem poetischem Geschick, schon mal im Vorhinein an der Übersetzung des nun weltbekannten "Ash nazg durbatuluk" versucht. Heraus kam dabei diese grandiose Schöpfung:

Ein Ring, der alle beherrscht, 
ein Ring, der sie findet, 
ein Ring, der sie alle heranschafft 
und in Dunkelheit bindet.

Äh - Tolkiensches Sprachtalent war wohl grad aus.


Mittwoch, 21. Dezember 2011

Der kleine Hobbit - Erster Trailer

Der erste Trailer zum kleinen Hobbit ist raus! Und zwar ein richtiger Trailer, kein Teaser. Der Film kommt erst in nem Jahr, aber der Trailer ist sehr vielversprechend finde ich. Gänsehaut! Peter Jackson hat sich mit diesem Film so viel Zeit gelassen, dass ich mir ziemlich sicher bin, dass es ein Knaller wird. Der kleine Hobbit ist das einzige Tolkien Buch, das ich als Kind gelesen habe. Dann kamen nämlich die Herr der Ringe Filme raus und ich hab jeden einzelnen davon so oft gesehen, dass ich mir gar nicht so sicher bin, ob ich die Bücher wirklich noch lesen soll. (Und ich weiß das sie Platz 1 auf der Liste sind! Trotzdem.) Viel Spaß damit.

Ich geh jetzt noch artig zu meinen letzten zwei Vorlesungen und dann geht´s ab nach Hause in die Weihnachtsferien! Juhuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu!!!!



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