Freitag, 20. Juli 2012

"Also dürfen die Deutschen doch noch erfahren, was ein Hobbit ist..."

Gestern habe ich mich endlich getraut. Ich habe angefangen, zum ersten Mal in meinem Leben "The Lord of the Rings" zu lesen. Als ich vor über 10 Jahren (!) den ersten Teil der Herr der Ringe Trilogie im Kino sah, hatte ich nur den kleinen Hobbit gelesen und keine Ahnung von der Schlacht um Mittelerde. Ich kannte zwar deshalb natürlich Bilbo, Gollum und den Ring, hatte aber zum Beispiel keine Ahnung, dass "Die Gefährten" der erste Teil einer Trilogie war. Dementsprechend verwirrt war ich, als der Film plötzlich ohne erkennbaren Grund zu Ende war. Der Hype ließ aber nicht lange auf sich warten und zwei Jahre später schlug ich mir in einer 12-stündigen "Lord of the Rings Night" zur Premiere von "The Return of the King" die Nacht um die Ohren. Die Karte dafür war ein Geschenk zu meinem 16. Geburtstag und ich weiß noch, dass vor lauter Aragorn Anschmachten auch noch Nachts um drei topfit war. Zu Weihnachten musste es dann natürlich der "eine" Ring sein, den ich danach mindestens fünf Jahre lang nicht mehr abgenommen habe (weit ins Studium hinein)!


The fellowship of the Ring. LOTR Part I (2001) via
Ich kann nicht mehr zählen wie oft ich danach die Filme gesehen hab, vor allem den dritten Teil. Als ich mich das erste mal an die englische Version getraut habe, fand ich den Klang von "From the ashes a fire shall be woken..." so schön, dass ich die Szene ungefähr 30 mal wiederholt habe. (Kein Scheiß!)
Trotz alledem, die Bücher habe ich nie gelesen. Aber da ich ja nun hier diese Liste, blubb, ihr wisst schon... und Herr der Ringe steht auf dem ersten Platz! 

Bevor ich euch nun aber an meinen Erfahrungen teilnehmen lasse möchte ich heute erstmal kurz zur Einführung in die Welt der Hobbits auf einen Spiegelartikel aus dem Jahr 1969 verweisen. In dem Jahr wurde die "gewaltige Phantasiewelt mit Namen "Mittelerde" nun endlich auch für die Bundesrepublik entdeckt". Da kam nämlich die allererste deutsche Übersetzung heraus. Allerdings erst ein paar Wochen nach dem Artikel. Der Spiegel hat sich deshalb, mit wahrem poetischem Geschick, schon mal im Vorhinein an der Übersetzung des nun weltbekannten "Ash nazg durbatuluk" versucht. Heraus kam dabei diese grandiose Schöpfung:

Ein Ring, der alle beherrscht, 
ein Ring, der sie findet, 
ein Ring, der sie alle heranschafft 
und in Dunkelheit bindet.

Äh - Tolkiensches Sprachtalent war wohl grad aus.


Kommentare:

  1. Witzig, ich lese gerade The Hobbit. ;-)

    Herr der Ringe habe ich vor vielen vielen Jahren mal auf Deutsch gelesen und fand es einfach nur zum Schnarchen langweilig (obwohl ich normalerweise nicht schnarche). Nun will ich mich aber nicht als Banause outen und werde iiirgendwann nochmal eine Versuch mit dem englische Original starten, vielleicht klappt das ja besser.

    Ich bin aber schon sehr gespannt auf dein Urteil!

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    1. P.S.: Hier noch die beiden fehlenden n's: n n

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  2. Huhu,

    ich finde die Filme grandios, aber ich bewundere dich, dass du das liest ;-) Ich möchte kein Buch lesen "das sich 50 Seiten nur um einen Stein dreht" und wünsche dir viel Spaß beim lesen! =)
    Auf deine Rezension bin ich schon gespannt!

    LG
    Micha

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  3. Ich bin gespannt, wie er die gefällt. Die meisten kämpfen mit den ersten 200 Seiten - aber ich mag auch den langsamen Anfang im Auenland :)
    Viel Spaß beim Lesen!
    Vinni

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  4. Ich muss zugeben, dass ich als Jugendliche den HdR zweimal abgebrochen habe, weil ich den Anfang so seltsam fand (ich kannte halt auch den Hobbit nicht und wusste nicht, was mich die Geburtstagsfeier irgendso eines kleinen Männleins interessieren soll *gg*). Aber als ich es dann beim 3. Anlauf über die Einführung und das 1. Kapitel hinaus geschafft hatte, war ich sofort begeistert. Und ich mochte dann auch grad den Beginn der Reise sehr (den Alten Wald und Bree). Zum Glück hatte ich den 3. Versuch in den Weihnachtsferien gestartet - denn da konnte ich dann nicht mehr aufhören.

    Die Spiegel-Übersetzung des Ring-Spruches ist ja ... ähm ... nun ja, nicht sehr rhythmisch und einprägsam. *g* Gut, dass Margaret Carroux das besser konnte. ;-)

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